Nervennahrung fuer die Hunde

Mit einer der Gruende, warum wir fuer unseren Hundespaziergang am Samstag Nachmittag zum Bornheimer Waeldchen gefahren sind, war dass wir da ein wenig abseits von bewohntem Gebiet unterwegs sein konnten. Wie all die Jahre wieder faengt die Knallerei mit Feuerwerkskoerpern und Boellern ja schon direkt am Abend des Tages an, ab welchem diese in den Geschaeften erhaeltlich sind. Fuer die beiden Hunde ist dies natuerlich recht stressig, auch wenn die Reaktionen durchaus ein wenig unterschiedlich ausfallen.

Asko gibt sich ausserhalb des Hauses angesicht des ganzen Krachs recht cool: wenn es irgendwo in der Naehe knallt schaut er - je nach Lage und Laune - mal ein wenig genauer hin, ob er irgendetwas sehen kann, aber ansonsten scheint ihm der ganze Trubel nicht weiter etwas auszumachen. Anders sieht es dann zuhause aus, weil hier der Beschuetzer-Instinkt einsetzt: knallt es draussen, gibt es umgehend (bei Ausbleiben entsprechender Gegenmassnahmen) ein tiefes Brummen oder Bellen. Wirkungsvolle Gegenmassnahmen gibt es eigentlich nur zwei: Hund knuddeln und und mit Leckereien versorgen.

Bei Sofia ist die Sachlage ein klein wenig anders: auch wenn es gegenueber dem letzten Jahr schon deutlich besser geworden ist, schaltet die Kleine bei dem ersten Knall umgehend in den Panik Modus. Gluecklicherweise bedeutet dies unterwegs nicht mehr, dass sie auf dem Punkt kehrt macht und alleine den schnellstmoeglichen Rueckzug nach Hause antritt (trotzdem: Hund an der Leine lassen).

Nervennahrung fuer die Hunde

Tueren zu

Ich bin ja doch einiges mit oeffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, aber das hatte ich bisher noch nicht: ich habe heute Morgen die Bahn der Linie 63 in Richtung Bad Godesberg um 06:47 Uhr nicht bekommen, weil sich ein Teil der Tueren nicht oeffnete. Ob dies nun techisch bedingt war, oder aber nicht alle Tueren freigegeben waren, laesst sich im Nachhinein nicht feststellen - klar ist aber, dass die Tueren, welche ich probiert habe via Knopfdruck zu oeffnen, zwar den Knopfdruck quittierten, aber keinerlei Anstalten machten sich zu oeffnen. Vom Verhalten her entspricht dies genau dem, wenn der Bahnfuehrer kurz vor der Abfahrt die Tueren blockiert - hier passierte dies aber in einem Zeitfenster, wo noch nicht einmal alle bereits am Bahnsteig stehenden Reisen Gelegenheit hatten einzusteigen. Direkt nach dem Halt am Bahnsteig gingen 3-4 Tueren auf (was ungefaehr der Haelfte entspricht): da diese aber ein wenig weiter von mir weg lagen, habe ich die mir am naechsten liegende Tuere angesteuert (ein Vorgang der maximal 5 Sekunden dauert), nur um dann festzustellen, dass sich eben diese Tuere nicht oeffnen liess. Folgerichtig bin ich direkt zu naechsten Tuere weitergegangen (vergleichbare Zeit fuer die Wegstrecke), nur um erneut vor einer sich nicht oeffnenden Tuer zu stehen. Und waehrend ich micht noch ueber die Farbkombination der Leuchten an dem Schalter wundere (rot-gruen statt gruen), faehrt die Bahn auch schon vor meiner Nase ab!

Ok koennte man jetzt sagen, dass ich da einfach zu langsam war (was ich nicht glaube), aber alleine schon die Tatsache, dass ich nicht der einzige war, der auf dem Bahnsteig zurueckgelassen wurde zeigt mir, dass hier mehr schief gelaufen ist. War der Fahrer einfach nur ungeduldig und wollte so schnell wie moeglich abfahren? Da er zu spaet in die Haltestelle eingefahren ist (obwohl die Bahn ja nur wenige Meter weiter im Gleis gewartet hat), ist dies durchaus eine Moeglichkeit. Ein einfacher Blick auf das Gleis haette aber gezeigt, dass ein zusaetzlicher Moment angebracht gewesen waere, vor allen Dingen dann wenn Leute von Tuere zu Tuere laufen und nicht in der Lage sind in das Fahrzeug einzusteigen.

Letzter Hundespaziergang 2016

Das war doch noch einmal schoen: da es heute Mittag einfach vom Wetter her sehr schoen war, haben wir uns die beiden Hunde geschnappt und sind zu einem etwas laengeren Spaziergang aufgebrochen. Da sich das Jahr an seinem letzten Tag noch einmal von seiner sonnigen Seite zeigte,

GPS Track

Wein holen

Ist jetzt schon ein paar Wochen her, dass ich mit Julia hier in Darmstadt unterwegs war und wir spontan in einen Weinladen im Stadtteil Bessum reingelaufen sind. Da wir uns ja nach wie vor auf der Suche nach einem guten - will heissen: leckeren - Rotwein sind

Handy-Suche fuer Fortgeschrittene

Auch wenn es bei mir noch nicht ganz so schlimm ist wie bei manchen anderen, dass ich quasi rund um die Uhr an meinem Handy klebe, so handelt es sch doch mittlerweile auch fuer mich um ein nur noch schwer aus dem Alltag wegzudenkendes Utensil. Dabei ist (und zumindest da duerfte mein Nutzerprofil der Allgemeinheit entsprechen) das Telefon selber eigentlich schon die am wenigsten gebrauchte Komponente: Mails nachschauen, Nachrichten lesen, Musik und Podcasts hoeren, Zugtickets buchen - vieles davon sind Dinge, welche (zumindest aktiv) nur sehr wenig mit gesprochenem Wort zu tun haben. Womit es aber wohl etwas zu tun hat ist mit meiner Pendelei zwischen Bonn und Darmstadt.

Da ich ja recht schnell dahinter gekommen bin, wie praktisch doch so ein Handy-Ticket ist, bin ich spaetestens seit Mai nur noch papierlos auf der Strecke unterwegs. Die ganze Prozedur hat sich sehr schoen eingespielt, unter anderem auch, weil ich eben nicht - wie dies fuer Utrecht noch der Fall war - daran denken muss das Zugticket auszudrucken und einzustecken. Was ich also lediglich fuer die Reise brauche sind Handy und Portemonait (wegen Ausweis und BahnCard).

Rueckreise

Da bin ich ja doch ein wenig froh, dass ich aus dem Buero raus bin und jetzt im Zug sitze. Ich werde zwar die Fahrt zurueck nach Bonn dafuer nutzen (muessen) um noch ein wenig zu arbeiten, aber alles in allem ist es so doch einfach entspannter. Ich hoffe mal, dass vor allen Dingen der IC ab Mainz nicht allzu voll ist, so dass ich einen vernueftigen Sitzplatz finde (eben mit Steckdose), damit ich bis zum Aussteigen noch ein wenig produktiv sein kann. Gerade dies ist ja auch ein Stueck weit mein Argument dafuer, dass ich eben die etwas fruehere Verbindung nehme, naemlich dass ich das Buero hinter mir lassen kann, um einfach ein wenig angenehmere Arbeitsbedingungen zu finden, welches es mir ermoeglichen meine Gedanken zu sortieren und zu schreiben.

Wenn es zwei Dinge gibt, welche mir auch diese Woche wieder zu schaffen gemacht haben, dann ist es die permanente Unruhe um mich herum und die trockene, fuer meinen Geschmack viel zu warme Luft. Was letzteren Punkt betrifft, so finde ich es zuhause deutlich angenehmer, weil durch das regelmaessige Lueften die Luft in den Raeumen einfach nicht so verbraucht ist. Hinzu kommt natuerlich auch noch, dass sowohl zuhause in Bonn als auch in der Wohnung in Darmstadt die Heizung eher sporadisch angeworfen wird - da muss es doch schon recht ungemuetlich kalt werden, ehe da jemand auf den Gedanken kommt die Heizung anzuwerfen.

Wer meine Vorliebe kennt unterwegs im Zug zu arbeiten, der wird sich vielleicht ein klein wenig darueber wundern, wenn ich die Geraeuschkulisse im Buero als eher stoerend empfinde; letztere hat aber (zumindest fuer meine Ohren) eine andere akkustische Signatur, so dass es mir eben nicht ohne weiteres gelingt diese Sinneseindruecke auszublenden. Im Zug habe ich natuerlich nicht nur die Stimmen, sondern die Fahrtgeraeusche selber fuehren schon dazu, dass alles ein wenig ineinander verlaeuft, so dass einfach nicht so viele klar identifizierbare Signale uebrig bleiben, welche meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen koennten. Was jetzt nun genau die entscheidenden Faktoren sind, kann ich wahrscheinlich noch nicht einmal mit 100%iger Sicherheit sagen - ich weiss einfach nur, dass ich schon so manches mal waehrend einer Zugfahrt meher erledigt bekommen habe, als am Rest des Tages im Buero. Ist allerdings noch zu frueh, um dies fuer den heutigen Tag beurteilen zu koennen…

Last day for GRAS

Das war es! Mit dem heutigen Abend ist das Kapitel, welches Anfang April begonnen hat, abgeschlossen und mein Aufenthalt bei EUMETSAT hat bis auf weiteres ein Ende gefunden.

Die letzten Dinge, welche ich noch vor Ort gemacht habe – lange nachdem der Rest des Teams nach Hause verschwunden ist – war das Einchecken der letzten Aenderungen am Source Code fuer die neuen MetTools und das Einsammeln aller Gegenstaenden an meinem Arbeitsplatz (damit ich alles aufgerauemt hinterlassen kann). Wenn ich an diesem Abend das Gebaeude verlasse, dann wird es bis kommenden Januar dauern, ehe ich wieder in vergleichbarer Rolle hier vor Ort sein werde; die Arbeiten fuer den Auftrag, welchen wir vor Kurzem gewonnen haben, sollen erst zu Beginn des neuen Jahres anfangen, bis dahin muss ich mich also noch ein klein wenig gedulden.

Fuer mich persoenlich war dies eine wirklich gute Zeit: wenn ich mal bedenke, dass ich doch recht kurzfristig zu dem Projekt gekommen bin, so hat sich alles doch sehr gut entwickelt. Was mir einfach sehr gut gefallen hat, ist der Mix:

  • Software-Entwicklung an einem Code, welcher operationell eingesetzt wird; das heisst dass die Anforderungen in Sachen Performance eben nicht zu Kosten von Stabilitaet und Kontinutaet gehen duerfen.

  • Nach den Aufgaben bei TROPOMI habe ich diesmal ein wenig weiter hinten in der Prozessierungskette gesesssen, naemlich da wo operationell die von den Satelliten eingehenden Daten so weit verarbeitet werden, dass die abgeleiteten Produkte an Wetterdienste, Klimaforschungs-Einrichtungen und andere Abnehmer weitergereicht werden.

  • Radio Occulation war jetzt fuer mich eine neue Messmethode, deren Basics aber mit ein wenig Literaturrecherche durchaus verstaendlich sind (natuerlich nicht in der Tiefe, wie dies bei den ansaessigen Remote Sensing Experten der Fall ist… aber darum heissen sie ja auch so). Nicht dass ist etwas gegen optische, CCD-basierte Messmethoden habe, aber ich glaube im Bereich der Radiofrequenzen fuehle ich mich einfach noch einmal eine Ecke wohler.

  • Wie eigentlich schon zuvor bei TROPOMI war auch hier das Team sowohl von der wissenschaftlichen als auch der Software-Seite her sehr kompetent; statt – wie dies gewiss bei anderen Teams staerker der Fall ist – diese beiden Seiten eher voneinander zu trennen (und eben nicht nicht in ein und der selben Person zusammenzufuehren), war hier wirklich jeder an der fortlaufenden Entwicklung der Software beteiligt. Was dies fuer das alltaegliche Geschaeft bedeutete war, dass sich Diskussionen zu Software-technischen Aspekten in einer Runde fuehren liessen, wo jeder grundsaeztlich in der Lage war das nachzuvollziehen, was gerade an Entwicklungsarbeit passierte… so dass Rueckmeldungen und Anmerkungen entsprechend ernst zu nehmen waren.

Nicht nur in Bezug auf die Groesse, sondern auch was Ablaeufe und Verantwortlichkeiten betrifft war EUMETSAT schon noch einmal ein Schritt weiter als ich dies bei SRON erfahren habe. Von der ganzen Aura her musste ich immer wieder an Kontrollraeume fuer Teleskope oder Teilchenbeschleuniger denken – egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit man sich im Gebaeude befindet, der Kontrollraum ist rund um die Uhr besetzt und es gibt immer ein paar wachsame Augen, welche einen Blick darauf werfen das dieses komplexe Gefuege von Machinen und Datenstroemen ohne Unterbrechung am Laufen ist.

Wochenende in Darmstadt

Dies ist doch eher die Ausnahme, dass auch am Wochenende hier in Darmstadt bin; typischerweise verschwinde ich ja schon am Donnerstag Abend in Richtung von (wenn sich dies von der Arbeitsplanung her irgendwie machen laesst), so dass garnicht zu sehen bekomme, was hier vor Ort so am Wochenende geschieht. Dadurch aber, dass Julia fuer eine Weile hier war, gab es die Gelegenheit die Stadt ein wenig weiter zu erkunden und sich eben auch mal Dinge anzuschauen, welche im Rahmen meines normalen Arbeitsrhythmus eben nicht moeglich sind.

Wie dies in so ziemlich allen Staedten zu dieser Jahreszeit der Fall ist, gibt es natuerlich auch in Darmstadt einen Weihnachtsmarkt. Nicht dass dies unbedingt ein bevorzugtes Ziel waere, aber aus reiner Neugierde haben wir da schon mal versucht einen Blick drauf zu werfen. Stellt sich heraus, dass aufgrund der Strassenfuehrung kein wirklich zusammenhaengender Markt existiert, sondern sich die diversen Staende ueber mehrere Plaetze im Zentrum der Stadt verteilen; statt einem groesseren Markt hat man es demzufolge eher mit einer Reihe ein wenig lose zusammenhaengender Maerkte zu tun, welche jeder fuer sich genommen nicht sonderlich spektakulaer sind (da muss ich allerdings der Fairness halber zu sagen, dass meine Erwartungen dies betreffend auch nicht so sonderlich hoch waren). Folgerichtig war der diesbezuegliche Rundgang recht kurz und stattdessen sind wir lieber auf Erkundungstour in den umliegenden Geschaeften gegangen.

Eine recht gute Entscheidung, denn auch ohne dies zu planen, traf die Shopping-Tour mit dem “Black Friday” (bzw. dessen Auslaeufern) zusammen, was bedeutet, dass in so ziemlich allen Geschaeften ordentlich die Preise reduziert waren. Da es also eh noch Bedarf daran gab ein paar Dinge einzusammeln, war dies vom Timing her recht gut getroffen. Als wir dann schliesslich am Abend wieder in der Wohnung eingetroffen sind, waren wir beide recht gut bepackt - eingedeckt mit allem von Kleidungsstuecken, Lebensmitteln bis hin zu ein paar Weinglaesern. Da wir auf dem Weg in die Innenstadt nicht den direkten Weg an den Bahngleisen entlang gelaufen sind, sondern uns fuer die eher etwas szenischere Route durch den Stadtteil Bessungen entschieden haben, sind wir an einem heimischen Weinladen vorbeigekommen, in welchem wir einen (potentiell) leckeren Wein gefunden haben; da ich aber hier in der Wohnung keinerlei geeignete Glaeser habe, war dies noch mit auf der Liste fuer den Gang durch die Innenstadt. Hat alles recht gut geklappt, vor allen Dingen auch, weil wir ohne uns in irgendweiner Weise abzuhetzen unterwegs waren.

Ich glaube so im Vergleich was dies eines der entspanntesten Wochenenden in einer Weile, da einfach nichts an Verpflichtungen und festen Terminen auf dem Programm stand; angesichts der auch eher anstrengenden Woche zuvor (einfach was die Energie betrifft, welche ich fuer die Arbeit abgewandt habe), war dies ein gute Gelegenheit ein wenig aufzutanken und gemeinsame Zeit zur Verfuegung zu haben. So gestaerkt kann es dann ab morgen in die naechste Runde gehen.

Start in die neue Woche

Also dies war ja ein interessanter Start in die neue Woche (wobei hier “interessant” gewissermassen als Platzhalter fuer jedwede andere Art der Beschreibung steht)…

Als ich am Mittwoch Nachmittag von Darmstadt aus den Heimweg zurueck nach Bonn angetreten bin war ich der festen Ueberzeugung, dass ich diese Woche noch komplett bei EUMETSAT verbringen wuerde, um dort die seit April laufenden Arbeiten zum Abschluss zu bringen. Daraus wird aber zunaechst einmal nichts, weil es im Laufe des Wochenendes anderlautende Anweisungen gab. Ein erster Versuch am Freitag mich von den Dingen in Kenntnis zu setzen ging zunaechst einmal schief, weil in der Tat mal in einer Gegend unterwegs waren, wo es keinen Handyempfang gibt (ja, derartige Orte existieren auch in Deutschland noch). Am Samstag konnte ich dann endlich ein wenig mehr in Erfahrung bringen, so dass ich zumindest schon einmal wusste, wo ich am Montag Morgen aufschlagen sollte (aber noch nicht warum eigentlich).

Die diversen Details haben sich mitterweile ein wenig geklaert, so dass ich meine Planungen so gut es geht darauf einstellen kann. Ich hoffe mal, dass sich alles weitere rasch klaeren laesst, damit ich meine Arbeiten bei EUMETSAT abschliessen und an den Rest des Team uebergeben kann.

Unterwegs am Abend

Ich sitze gerade noch im IC von Mainz nach Bonn, habe das Laptop auf dem Schoss (und dies nicht nur um den Namen zu rechtfertigen), Kopfhoerer auf und sehe die Landschaft ausserhalb des Zuges nur als vereinzelte Lichtflecke im Augenwinkel an mir vorueberziehen. Dies ist eine sehr schoen friedliche, fast schon meditative Stimmung - genau der Grund warum ich einfach so gerne mit der Bahn unterwegs bin (auch wenn es natuerlich immer wieder mal Erlebnisse gibt, welche nicht so wirklich viele Spass machen). Im Grossen und Ganzen mag ich aber in der Tat die Fahrten am Abend (oder im Winter auch am spaeten Nachmittag), weil ich mich dabei - die entsprechenden Umstaende vorausgesetzt - wirklich gut entspannen kann. Ich bin zwar dabei einen Teil des Codes fuer Julias Anuyoga Website zu refaktorieren, aber dies wirkt einfach in keiner Weise anstregend. Eine der grundlegenden Voraussetzungen hierfuer ist natuerlich auch, dass ich die zu der Stimmung passende Musik bei mir habe, welche mich gleichzeigt ein wenig von der Aussenwelt abschirmt, gleichzeit aber in meinem Kopf einen Raum aufspannt in welchem sich die Gedanken recht ungehindert bewegen koennen. Das gelingt natuerlich nicht immer (zum Beispiel wenn ich am Endes des Tages viel zu muede bin, um noch irgendetwas sinnvolles auf die Reihe zu kriegen), aber sonst sind dies mitunter die produktivsten Stunden des Tages; wie ich wiederholt beobachten konnte sind dies einfach die Momente, in welchen sich all die Dinge, welche sich ueber den Tag verteilt angesammelt haben, in ihren Platz fallen und mit einem Male das groessere Ganze in den Blick geraet… was dann wohl auch wiederum zu einer gewissen Gelassenheit beitraegt. So gesehen sollte ich eigentlich weniger Zeit im Buero, sondern mehr Zeit unterwegs auf den Schienen verbringen.

Fedora auf Plattdeutsch

Auch wenn ich schon so manches Linux System (zumindest als virtuelle Machine) auf meinem Rechnern installiert, so ist mir eine Feinheit im Auswahl-Menue fuer die Sprache bisher doch noch nicht aufgefallen:

Fedora language selection

Im Zuge einer groesseren Aufraeumaktion bei meinen VMs habe ich gestern noch den Kandidaten fuer die kommende Fedora Release installiert; clever wie der Installer zu sein versucht, passt sich die Auswahl an Sprachen erst einmal dem augenblicklichen Aufenthaltsort an… was also in diesem Fall heisst, dass ich Variationen der Deutschen Sprache vorgelegt kriege. Eben genau zu diesen Varianten scheint in der Tat auch Plattdeutsch zu gehoeren, welches ich sehr zu meiner Ueberraschung in der Liste vorgefundeden habe. Eine eben jener Varianten scheint in der Tat Plattdeutsch zu sein - wie ein so konfiguriertes System aussieht muss ich mir bei Gelegenheit wirklich einmal (und sei es nur der Neugierde wegen) anschauen.

Updates fuer Anuyoga

Ja, auch heute Abend ist es wieder spaet geworden bei EUMETSAT; auch wenn ich nicht die ganze Zeit wie wild vor mich hin getippt habe, so war ich doch noch bis ca. halb neun beschaeftigt um sicherzustellen, dass die Software Updates auf allen Zielmachinen einstalliert waren, ehe ich aus dem Buero verschwunden bin (100%ig stimmt diese Aussage natuerlich nicht, aber wenn ich wirklich auf das NFS warten wuerde waere ich wahrscheinlich jetzt noch vor Ort).

Hier in der Wohnung angekommen ist der Abend aber noch nicht vorbei, weil ich ja noch ein paar Aenderungen an Julias Anuyoga Internetseiten vornehmen will. Wie so ueblich ist alles, was auch nur in irgendeiner Weise etwas mit Design - oder allgemeiner: mit kuenstlericher Betaetigung - zu tun hat, nie so wirklich fertig, sondern es gibt immer wieder hier und da kleine Verbesserungen anzubringen. Waehrend ein Teil davon auch immer wieder mal hinter den Kulissen geschieht - um alles stimmiger und konsistenter zu machen - entwickelt sich Aufbau und Layout auch staendig weiter. Was dabei so an Umbauarbeiten passiert, ist durchaus unterschiedlichen Ursprungs: dies kann genauso gut Ergebnis einer gemeinsamen Kreativ-Session sein, als auch voneinander unabhaengig der Wunsch nach Aenderung einzelner Bestandteile.

Ein sehr schoenes Beispiel fuer derartige Aenderungen ist die kuerzlich geschehene Ueberabeitung der Seiten mit den Preisen fuer Kursstunden, Workshops, etc. Spaetestens seit dem Start von Kursen in der Bonner Suedstadt ist die Preisstruktur - zumindest fuer die Uebergangszeit - ein wenig kommplizierter geworden, so dass es immer wieder kleinere inhaltliche Aenderungen vorzunehmen gab. Das Ergebnis von all diesen Aenderungen und Ergaenzungen war allerdings, dass die Seite in zunehmendem Masse - vor allen Dingen auf kleineren Displays - unuebersichtlich wurde. Zeit also da ein wenig aufzuraeumen…

Anuyoga Preisliste, altes Layout

Da ich auf den Seiten fuer die Workshops schon ein wenig mit Variationen von Listen experimentiert hatte, gab es zumindest schon einmal eine Ausgangsbasis, von welcher aus ich starten konnte. Der wohl komplizierteste Teil an dem Umterfangen war allerdings den Inhalt der bisherigen Seite zu systematisieren und in einem Layout-Schema zu organisieren. Hintergedanke hiervon war wieder ganz klar, von einer einfachen Seite hin zu einem data-driven-content Ansatz zu wechseln: statt also die Informationen von Hand auf die Seite zu setzen, befinden sich alle Angaben nun in einer Art Datenbank (Jekyll selber verwendet ja keine Datenbank, stellt aber Daten global bereit) und werden ueber ein Generator-Plugin in gueltigen HTML-Code uebersetzt - Inhalt und Layout sind also von der technischen Seite her entkoppelt, so dass ich in Zukunft Aenderungen viel lokaler vornehmen kann.

Anuyoga Preisliste, neues Layout

Natuerlich bin ich mit dem Erreichten noch nicht zufrieden, vor allen Dingen wenn ich weiss, dass es noch jede Menge Baustellen gibt, an welchen ich noch Hand anlegen muss - also werde ich wohl auch weiterhin immer wieder an den Seiten basteln.

Umweg ueber Wiesbaden

Ich bin doch immer erstaunt, dass es doch noch Reise-Szenarien gibt, welche ich bisher noch nicht kennengelernt habe - und ich habe da schon einiges erleben duerfen. Der heutige Morgen scheint nun aber diesen Katalog an Abenteuern um einen weiteren Eintrag zu erweitern.

Schon in Bonn hatte der IC2318 in Richtung Mainz gut zehn Minuten Verspaetung; das fuer sich genommen ist noch nicht ganz so schlimm, weil es a) durchaus noch die Chance gibt unterwegs ein paar Minuten gut zu machen, dass ich wie geplant meinen Anschluss in Mainz kriegen kann, oder b) ich immerhin noch die Regionalbahn um 9:15 Uhr kriege, womit ich (wenn auch knapp) noch rechtzeitig bei EUMETSAT auftauche. Diesmal kam allerdings kurz vor Mainz die Durchsage, dass wir aufgrund eines Triebwagen-Schadens zunaechst einmal nach Wiesbaden-Ost ausweichen, damit der Zug von dort auf in umgekehrter Richtung weiterfahren kann. Dieser Schlenker kostet natuerlich noch einmal extra Zeit, so dass ich vorraussichtlich 40-50 Minuten spaeter als nach Plan in Mainz aufschlagen werde. Auf die Gesamtreisezeit gerechnet werde ich also mindestens eine Stunde spaeter in Darmstadt eintreffen, was damit also zu spaet fuer das morgendliche “Daily Scrum” waere - also mal schnell durchfunken was der Stand der Dinge ist.

Nachtrag: Ist doch alles ein klein wenig glimpflicher abgelaufen, als ich beruerchtet hatte. Der Trip via Wiesbaden hat doch nicht ganz so lange gedauert wie angekuendigt, so dass ich in Mainz noch die 9:15 Uhr Regionalbahn bekommen habe und somit nur ein paar Minuten zu spaet bei EUMETSAT eintreffen werde.

Unterwegs in Darmstadt

Angesichts der Tatsache, dass ich im letzten halben Jahr insgesamt kaum etwas an dieser Stelle geschrieben habe, ist es natuerlich nicht sonderlich verwunderlich, dass es kaum etwas ueber meine (bisherigen) Eindruecke in Darmstadt zu lesen gibt. Gleiches gilt auch fuer fotographische Eindruecke: wenn ich da meine Zeit in Utrecht als Vergleich herannehme, dann habe ich da einiges aufzuholen, sowohl in Bezug auf Erkundungen der Umegbung als dann auch visuelles Material betreffend. Der wesentliche Unterschied - so zumindest die Planung - ist, dass ich deutlich laenger Gelegenheit haben werde Darmstadt unsicher zu machen (auch wenn ich da jetzt schon leichte Zweifel habe, dass die Stadt mich dem Charme meiner bisherigen Stationen mithalten kann - ich waere da aber durchaus gewillt mich korregieren zu lassen). Auch wenn dies wirklich der Fall sein sollte, ist dies natuerlich noch lange kein Grund dafuer, die Erkundung der Stadt (und ihrer Umgebung) so sehr auf die lange Bank zu schieben. Aus diesem Grunde habe ich mir letzten Miitwoch - wo es noch einmal richtig schoen sonnig war - die Kamera geschnappt und bin ein wenig losgezogen.

Telekom City

Von der Planung her machte dies am meisten Sinn, wenn ich von der Arbeit (sprich von EUMETSAT) aus losziehe, weil ich auf diese Weise einfach frueher losziehen ohne erst noch den Schlenker ueber die Wohnung zu machen. Dennoch bin ich letzten Endes viel zu spaet losgelaufen, weil ich mich einfach wieder und wieder nicht von dem Dingen losreissen konnte; ich muss mir aber einfach immer wieder vor Augen fuehren, dass die ganzen Software-Geschichten deutlich weniger von der Tageszeit (und damit meine ich vor allen Dingen das Tageslicht) abhaengig sind, als dies bei der Fotographie der Fall ist. Einfach mal fuer die naechsten Gelegenheiten merken, wenn das Wetter quasi schon nach einer Exkursion schreit.

Hinterhof

Auch wenn der Spaziergang vergleichsweise kurz ausgefallen ist (unter drei Stunden), so habe ich meine Eindruecke von Darmstadt doch ein wenig ausbauen koennen. Was mir vor allen Dingen auffaellt ist, dass die Stadt auch recht engem Raum sehr viele unterschiedliche Gesichter aufzuweisen hat - es gibt eben nicht nur die stark frequentierten Strassen entlang der von der Rheinstrasse aufgespanten Achse, sondern durchaus einige gruene und verwinkelte Ecken, wo es wohl das eine oder andere zu entdecken gibt. Was ich dafuer aber unter anderem erst noch einmal machen muss, ist dass ich mir die Karte schnappe und auf diese Weise zumindest eine grobe Uebersicht den Grundriss der Stadt betreffend im Kopf habe - anschliessend kann ich mich dann daran machen nach und nach die einzelnen Bereiche abzulaufen und ein paar visuelle Eindruecke mitzubringen.

Ueberfuellt

Also ich hatte schon einmal schoenere Fahrten von Bonn nach Darmstadt… Aus irgendeinem Grunde ist heute der IC 2318 in Richtung Mainz vollgestopft mit Reisenden, so dass es mit der Platzuche ein wenig schwer ist. Nachdem ich durch ein paar Wagen gelaufen bin ohne fuendig zu werden, habe ich mir nun einfach eine freie Stelle im Gang geschnappt, so dass (zumindest so lange der Akku noch reicht) die Fahrt wenigstens noch ein wenig zum Arbeiten nutzen kann.

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