Nun gut, waehrend hier mal wieder ein groesserer Kopiervorgang ablaeuft habe ich wieder ein wenig Zeit, um noch ein paar Zeilen zu schreiben. Wie ich jetzt nach einigem testen feststellen konnte lag ein grosser Teil der Probleme nicht einfach daran (zumindest nicht auschliesslich), dass ich einfach nur zu doof bin; die Verzeichnisstruktur, welche dieses bloede AIPS++ erwartet entspricht nicht unbedingt dem, wie ich es von einer (zumindest meiner Ansicht nach) sauberen Installation erwarten wuerde. Nachdem ich aber eben mal hingegangen bin, und der Reihe nach die Pfade verglichen habe, bin ich auf den Trichter gekommen, dass ich eigentlich nur ein symbolischen Verweis angeeigneter Stelle anbringen musste. Zumindest konnte ich danach zwei der in Bonn geschriebenen Programme uebersetzen, was mir vorher ums Verrecken nicht gelingen wollte. Klar, jetzt im Nachhinein betrachtet ist mir auch klar warum das nicht funktionieren konnte.

Aber gut, ich will ja hier nicht allen die Ohren zumuellen mit Kram, mit dem sowieso nur einige etwas anfangen koennen (oder mal Hand auf’s Herz: wer schlaegt sich sonst noch mit dem Compilieren von Quellpaketen ab??). Vielleicht sollte ich lieber noch einen Bericht ueber den heutigen Ausflug nach Groningen nachreichen - das duerfte wohl eher auf Interesse stossen als endlose Computergeschichten. Also…

Wie ja bereits berichtet war ja der Plan am Freitag zum Finanzamt zu fahren, damit Andreas und ich auch unser Geld bekommen. Dafuer benoetigt es eine Sozialversicherungsnummer, welche wiederum beim Finanzamt zu bekommen ist. Ok, alles halb so schlimm, denn - laut erster Info ist das Amt in Hoogeveen, knapp 15km von Dwingeloo weg. Wir setzen uns also um halb elf ins Auto und fahren guter Dinge los. In Hoogeveen angekommen - was finden wir vor? Richtig, alles ist dunkel, der Briefkasten ist zugeklebt, in der Eingangshalle stapeln sich noch ein paar Kisten und an der Tuere befindet sich der nette Hinweis, dass man sich doch bitte im Zweifelsfall an das Amt in Groningen wenden moege (die Postadresse in Emmen war leider wenig hilfreich). Also fahren wir unverichteter Dinge wieder ab und setzen hier die HR Abteilung noch mal darauf an abzuklaeren, wo wir den nun wirklich am Montag hinmuessen. Das dauert auch nicht allzu lange, dann kommt die Nachricht: Zwolle. Gut, das ist auch ganz nett, ein bischen weiter weg als Hoogeveen, aber immer noch keine Weltreise. Heute Morgen dann, als wir uns an der Rezeption treffen begegnet uns ein gut gelaunter (wenn auch ein wenig verwirrter) Fritz und meint: “Ach uebrigens, wir fahren nach Groningen. Das Amt in Zwolle ist ebenfalls umgezogen.” - Wir schliessen daraus: die ueberwiegende Anzahl der Aemter hier ist nur ein Zeiger auf ein anderes Amt.

Nun, nach dieser ueberaus weisen Einsicht haben wir uns in den Wagen gesetzt und sind dann eben nach Groningen geduest. Allerdings haben wir uns dort so richtig verhauen, was die Route zum Finanzamt betrifft. Oder sagen wir es einmal so: der allererste Anlauf war schon (wie sich dann letztendlich herausstellte) recht gut, allerdings kamen Zweifel auf, so dass wir es in einer komplett anderen (und damit auch falschen) Richtung probiert haben. Also haben wir eine kleine Rundfahrt durch Groningen veranstaltet und nach diversen Zwischenstops (Leute fragen, auf einem Stadtplan nachschauen, an einer Tankstelle fragen) wieder den Weg zurueckgefunden in die Richtung, in die wir uns anfaenglich schon einmal bewegt haben. Diesmal aber - mit der richten Abfahrt und einiger Herumkurverei - dann mit Erfolg. Was lernen wir daraus? Wenn gewollt wird, dass die Leute auch schoen brav ihre Steuern zahlen, dann sollte man vielleicht ein bisschen besser klar machen, wie das betreffende Amt ueberhaupt zu finden ist. Und das bei einem wohl schon seit Jahren gebrauchten Spruch “Wir koennen es nicht besser machen, nur einfacher” … in der Tat!

Naja, aber die Moral von der Geschichte ist, dass ich jetzt eine SoFi Nummer habe, und damit die naechste Papierkram-Runde losgehen kann. Vorab werden wir morgen aber erst noch einmal losziehen und hier einen Bankaccount einrichten. Prinzipiell - was das Einkommen betrifft - waere das nicht noetig (EBAN und Europa machen es moeglich), aber fuer alle weiteren hier vor Ort anstehenden Dinge sollte diese Variante weitaus einfacher sein.