Guten Morgen allerseits. Neuer Tag, neue Abenteuer…

Der gestrige Tag hat einige interessante Dinge mit sich gebracht, die vielleicht doch noch erwähnenswert sind. Zum einen hat sich in einem Gespräch herausgestellt, daß entgegen meiner bisherigen Ansicht, Heino nicht vorher bei den selben Leuten gewohnt hat wie ich, sondern derzeit dort wohnt. Demnach teile ich mir also eine Unterkunft Wand an Wand mit meinem Boss. Das erklärt dann natürlich auch, warum mir das Auto, welches vor der Tür stand so bekannt vorkam (habe leider nicht auf das Kennzeichen geachtet, sonst hätte ich wohl eher auf den Trichter kommen können). Die Reaktion von Heino zu dieser Sache war dann, daß damit auch die Herkunft der Musikinstrumente klar würde, welche er durch das Fenster neben seiner Eingangstür gesehen hatte; dies ließe doch darauf schließen, daß sich dort jemand für eine ein wenig längere Zeit eingenistet habe. - In der Tat.

Gestern Nachmittag sind wir noch einmal ein wenig die Pläne für die nächsten zwei Wochen durchgegangen. Demnach müssen wir zusehen, daß wir jetzt am Ball bleiben, damit wir im Endeffekt der LOFAR Entwicklung immer ein kleines Stück voraus sind. Das Projekt genießt doch recht große Aufmerksamkeit, so daß man schon aufpassen muß, von diesem Kuchen etwas abzubekommen. Heißt hier konkret, daß wir mit unserer Teststation immer wieder ein bißchen schneller sein müssen als die anderen - will heißen, daß wir davon profitieren müssen, die Ersten zu sein, die in der Lage sind bestimmte Dinge durchzuführen und zu realisieren. Das führt natürlich zu einem gewissen Leistungsdruck, aber in der Art kommt mir das sogar recht gut entgegen. So ist eines der Resultate dieser Umstände, daß wir jetzt regelmäßig Wochenarbeitspläne festlegen werden, d.h. daß wir definieren, welche Dinge mit höchster Priorität zunächst einmal abgearbeitet werden müssen. Das ist definitiv einer der großen Unterschiede zu Bonn, wo es letztendlich wohl an einem konkreten Zeitrahmen fehlte. Ich will damit jetzt nicht das große Schuld zuweisen beginnen, aber durch die fehlende Rückmeldung war einfach viel mehr das Risiko da, daß Zeit nicht sonderlich produktiv und effektiv genutzt wurde. Um jetzt nicht mißverstanden zu werden, ich rede hier nicht von einem jede einzelne Minute bis auf’s kleinste durchzuplanen, aber so ein grober roter Faden kann doch schon ganz hilfreich sein.