Hier mal ein nettes, durchaus zum Nachdenken anregendes Zitat aus einem Telepolis Artikel:

Außer Spesen nichts gewesen: Am vergangenen Donnerstag sagten US-Präsiden George W. Bush und sein Vize Dick Cheney vor dem 911-Untersuchungsausschuss des US-Senats aus. Um nicht als “Angeklagter” wahrgenommen zu werden, hatte Bush die Befragung ins Weiße Haus verlegen lassen. Die Präsentation im Doppelpack garantierte außerdem, dass die beiden Zeugen keine widersprüchlichen Angaben machen und sich so blamieren konnten. Aber selbst wenn: Die Statements durften ebenso wenig mitgeschnitten werden wie die Fragen, keiner der Anwesenden durften sich auch nur Notizen machen. Kann man sich vorstellen, wie die Öffentlichkeit reagiert hätte, wenn Präsident William Clinton dies für seinen Auftritt vor dem Lewinsky-Untersuchungsausschuss zur Bedingung gemacht hätte? Doch damals war das Bedürfnis nach Aufklärung wesentlich stärker - schließlich ging es um raffinierten Sex mit einer Praktikantin und nicht um simplen Massenmord an 3.000 Menschen.

Der letzte Satz bringt einen durchaus zum Nachdenken… sicherlich nicht das erste Mal, daß man sich am Kopf kratzen muß und sich fragt, wie es denn mit der Verhältnismäßigkeit in der Wahrnehmung steht.