Auh weh, es ist wirklich eine Weile her, seit ich die letzten Zeilen geschrieben habe. Fangen wir also mal mit einer Kurzmeldung an. Ich habe mich heute erst einmal hier eingefunden, um die ganzen Datentransfers wieder anzuwerfen, welche dafuer sorgen sollen, dass die Messdaten, welche wir diese Woche bei der Sonnen- und Jupiterbeobachtung gewonnen haben. Nachdem die vorherigen Versuche ja alle daran gescheitert waren, dass es einfach keinerlei nennenswerte Aktivitaet zu verzeichnen gab, war diesen Dienstag wirklich Messen angesagt. Vormittags haben wir mit der Beobachtung von Sonnenbursts begonnen (um damit mal ein Aequivalent zu den bereits existierenden LOPES Daten zu haben). Nach einigen Ergaenzungen in der Software konnten wir diesmal wirklich eine graphische Bedienungsoberflaeche nach Nancay exportieren, so dass Philippe dort die Messung auf ITS starten konnte, sobald etwas auf dem lokalen Display zu sehen war. Was wir dann machen mussten, war die Messung aufsetzen - der eigentliche Trigger fuer die Aufzeichnung kam dann aber ueber das Netz rein. Nachmittags haben wir dann direkt mit der Jupiter Beobachtung weitergemacht; gluecklicherweise war die Gesamtdauer der Bursts gerade so mit dem verfuegbaren Speicherplatz auf den Festplatten vertraeglich (nachdem wir ein paar mehr oder weniger offensichtlich wenig interessante Sonnendatensaetze weggeschmissen haben). Als alles vorbei war, waren die Festplatten fast bis an den Anschlag vollgeschrieben. Seit dem bin ich wieder damit beschaeftigt alles an Land zu ziehen, damit wir alles auswerten koennen (was wohl eine ganze Weile dauern wird in Anbetracht der Menge).

Da aber, wie ja bereits bei den zureuckliegenden Versuchen bemerkt haben, die Uebertragung der entstehenden Datenmenge ueber das Netzwerk u.U. zu lange dauert um wieder rechtzeitig Platz zu schaffen, haben wir diesmal noch einen weiteren Versuch gestartet, um diese Aktion zu beschleunigen. Netterweise gibt es ja solch nuetzliche Dinge wie externe USB Festplatten, welche duarchaus 300GB aufnehmen koennen. Also bin ich gestern Nachmittag noch mit Marco nach Exloo gefahren um die Platte dort an den Server anzuschliessen; Daten schaufeln geht ja von hier, aber Anschliessen muss man die Platte leider ja immer noch von Hand… Das dumme ist nur, dass der Rechner bisher keinerlei Anstalten macht, sauber mit der Platte zusammenzuarbeiten - es wird zwar erkannt, dass ein USB Geraet angeschlossen ist (auch welches) aber die Einbindung ins Filesystem klappt nicht. Jetzt hoffe ich mal darauf, dass sich Dion Kant meldet und noch ein paar Tips auf Lager hat, wie sich die Platte in Betrieb nehmen laesst.

Neben der Tatsache, dass wir die Daten gerne haetten, ist diese Transportmethode eine Generalprobe fuer die kommende Woche: wenn wir naemlich am Dienstag wieder beobachten und am Donnerstag eine weitere groessere Messung stattfinden soll, dann muessen wir recht schnell wieder Platz schaffen. Via Netzwerk kann man das vergessen, aber mit der USB Disk waere dies ohne weiteres moeglich - vorausgesetzt, wir bekommen dieses bloede Teil auf Vulture ans laufen…