Ich komme und komme einfach nicht davon los. War es im letzten Jahr Nightwish die mit einem Schlag ein fester Bestandteil meiner musikalischen Sammlung geworden sind (mit einer Reihe von Songs die am oberen Ende der Wertungsskala rangieren), so ist die Entdeckung dieses Jahres eindeutig Ayreon. Dazu sollte man passenderweise anfuegen, das Arjen Lucassen – das Mastermind hinter diesem und noch einer Reihe anderer Projekte – hier aus den Niederlanden kommt. Streng genommen habe ich den ersten Kontakt bereits letztes Jahr gehabt, als ich bei einem meiner Streifzuege ueber russische MP3 Archive auf Star One gestossen bin; es halt allerdings bis zum Anfang diesen Jahres gedauert, bis ich beim Stoebern auf diversen hollaendischen Musikseiten dahintergekommen bin, wer sich hinter dieser abgespaceten Musik verbirgt. Der naechste logische Schritt Zugriff auf mehr Material zu bekommen endete in der Begegnung mit Into the Electric Castle, einer Space-Rock-Opera opulenten Ausmasses. Naja, wenn ich ja einmal auf der richtigen Spur bin, dann lasse ich ja bekanntlich nicht locker, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ich auf die Ankuendigung fuer die anstehende Veroeffentlichung diesen Mai gestossen bin: The Human Equation. Allein schon der Teaser hat mich derartig aus den Socken gehauen, dass es keinen Weg an dem kompletten Album vorbei gab.

Montag war es dann soweit: da ich ja von Bonn aus mit dem Zug zurueck aufgebrochen bin, war vorher noch ein Besuch bei Mr. Music noetig. Als ich den Laden in Richtung Bahnhof verlassen hatte, befand sich nicht nur die Zeitung fuer die diesjaehrige Rheinkultur im Gepaeck, sondern auch The Human Equation und die ebenfalls neue Scheibe von Nightwish, Once. Das opulente Textbook habe ich ja schon waehrend der Zugfahr verschlungen, aber bis zum Reinhoeren musste ich dann doch bis Lhee warten. Streng genommen waere eigentlich Essen angesagt gewesen, aber nachdem ich die ersten paar Takte angespielt hatte (will heissen: Tuer auf, Rucksack ablegen, CDs auspacken, Anlage an, Kopfhoerer auf) war dies nur noch nebensaechlich; der Magen musste sich gedulden bis die erste CD durch war. Danach kurser Zwischenstopp und anschliessend sofort weiter mit dem zweiten Teil des Albums. Wahnsinn sage ich nur. Was da zusammengebaut wurde, kann man nur als massiv bezeichnen. - Bis jetzt greife ich wieder und wieder nach dem Album um mich durch die 100+ Minuten zu hoeren…