Erinnert sich noch jemand an die Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV)? Ist schon ein paar Jahre her, seit die Oesterreicher mit einer ganzen Reihe von Hits landauf und landunter praesent waren. Das ist aber schon schon eine Weile her, so dass den wenigstens wohl bewusst ist, dass es die Band nach wie vor gibt. Nicht nur das: die Herren bringen nach wie vor Alben heraus und gehen auf Tour.

Wie ich jetzt wieder darauf gestossen bin? Als ich Mitte Dezember in Bonn war, habe ich mir mal den grossen Musik-Ordner auf einer von Julias externen Festplatten vorgenommen (welche im Zuge meiner Umstellung auf Drobo ausgemustert hatte). Auch wenn bei weitem nicht alles, was ich vorgefunden habe, unbedingt nach meinem Geschmack war, so befanden sich doch ein paar musikalische Perlen in der Sammlung, welche ich mir schnellestens gesichert habe.

Die EAV also… wenn ich also so Stichworte wie “Ba-Ba-Bankueberfall”, “Fata Morgana”, “Maerchenprinz”, “Kuess die Hand, schoene Frau” oder “An der Copacabana” in den Ring werfe, dann sollte es eigentlich bei den meisten laut und deutlich klingeln. Aber wie dies ja fast immer so ist wird es dann eher ein wenig duenn, wenn man versucht nachzufragen, was die Herren denn sonst noch so alles gemacht habe; waere mir ja genau gegangen, weil mein Wissen um den weiteren Katalog der Band doch sehr lueckenhaft war… hoechste Zeit also, da mal noch nachzubessern. Wie sich herausstellt gibt es da in der Tat einiges zu entdecken: neben denn landein, landaus bekannten Hits zeichnet die EAV fuer Liedgut verantwortlich, welches sehr kritisch, mitunter sehr, sehr beissend ist. Dabei werden eigentlich keine Bereiche des alltaeglichen – zwischenmenschlichen, gesellschaftlichen, politischen – Lebens ausgenommen. Klar, es gibt durchaus einige Stuecke, welche sehr speziell auf die oesterreichische Befindlichket abzielen, aber in den meisten Faellen ist dies immer noch recht gut erschliessbar: besondern schoen sind hier z.B. Stuecke wie “Brauner Baer”, welches auf den ehemaligen Fuehrer der Freiheitlichen Partei, Joerg Haider, abzielt – sehr, sehr bissig und mit keinerlei Blatt vor dem Mund.

Das alleinige, was mir immer noch fehlt, ist eine Videoaufzeichnung von einem der Konzert; ausschnittsweise habe ich da ja schon mal Eindruecke von kriegen koennen, aber das wuerde ich ja schon gerne noch einmal in voller Laenge haben. Die Herren sind, was die Praesentation auf der Buehne betrifft, wirklich sehr kreativ – die Darbietung hat wirklich etwas von musikalischem Theater, so dass nicht nur etwas fuer die Ohren geboten wird, sondern auch fuer die Augen (ganz egal ob nun durch ein ensprechendes Buehnenbild oder die doch recht ausgefallenen Kostueme).