Nachdem der gestrige Anlauf fuer die Besichtigung der Wohnung in der Langestraat in Hilversum gescheitert war, habe ich mich heute kurz nach Mittag erneut auf den Weg gemacht. Dabei musste ich – nur mal so als Nebenbemerkung – wieder einmal feststellen, wie angenehm es doch eigentlich ist mit der OV-Chipkarte zu reisen: kein Gang zum Automaten mehr, kein laestiges Geld rauskramen, sondern einfach nur die Karte an eines der vielen Lesegeraete halten und das war es (ok, man sollte natuerlich nicht vergessen anschliessend auch wieder auszuchecken, aber das ist nicht so sonderlich schwer).

Langetraat in Hilversum

Da ich mich gestern ja schon ein wenig in der Umgebung umgeschaut hatte, stand heute eigentlich “nur noch” die Wohnung selber auf dem Program.

Wohnung Langetraat

Wie man an obigem Foto erkennen kann, liegt die Wohnung – zumindest von der Seite wo sich der Eingang befindet – ein kleines Stueck weit von der Strasse selber weg, so dass ich mal vermuten wuerde, dass es dadurch ein wenig ruhiger ist (auch wenn die umliegenden Strasse eh alle verkehrsberuhigt sind). Direkt neben der Eingangstuer hat man den Eingang zu einem recht grossen Fahrradladen – wenn es also dementsprechenden Bedarf geben sollte, wird man hier sofort gut versorgt (was ja auch mal ganz hilfreich sein kann). Die Fussgaengerzone ist wirklich nur um die, bis zum Bahnhof sind es zu Fuss etwas fuenf Minuten.

Und die Wohnung selber? Eigentlich recht geraeumig und von der Aufteilung (und auch Oberflaeche her deutlich besser als was ich derzeit in der Soendastraat habe. Sehr positiv fand ich zum Beispiel den Umstand, dass es ein vernuenftiges und vollstaendig ausgestattetes Bad gibt (mit Anschlussgelegenheit fuer Waschmaschine); da man ja versucht aus Erfahrung zu lernen, habe ich ach direkt mal nachgeschaut, wie es denn um so kleine Dinge wie Wasserdruck steht, denn schliesslich schliesslich macht es schon einen Unterschied, ob man sich wirklich unter die Brause stellen kann, oder jedem Wassertropfen einzeln entgegenfiebern muss.

Was den Stauraum betrifft bietet die Wohnung ausreichend Platz: nicht nur dass die Grundflaeche ein gutes Stueck mehr als derzeit in Amsterdam ist (ich denke mal schon, dass es sich einigermassen mit Nijmegen vergleichen laesst, auch wenn die Auf-/Verteilung ein wenig anders ist). Wenn man aber noch mehr Zeug hat, welches man irgendwie verstauen will, dann bietet der Speicher einiges an Stellflaeche fuer Kisten, etc.

Das Schlafzimmer ist von der Grundflaeche recht nahe an den Nijmegener Verhaeltnissen, was bedeutet, dass ich nicht nur das Bett aufgestellt bekomme, sondern ausserdem noch Platz habe, um z.B. eines der Knolli-Regale aufzubauen (was sogar Sinn machen wuerde, falls man nicht einige einzige massige Wand aufbauen will). Ein wenig dumm war lediglich, dass sich die Rollos am Fenster nicht oeffnen liessen, wodurch der Raum deutlich dunkler war, als dies unbedingt noetig waere. Was ich auch eigentlich wieder recht praktisch fand, waren die beiden Einbauschraenke, welche wenn auch nicht so sonderlich tief, einiges an Stauflaeche bieten.

Kommen wir damit also noch zu dem verbleibenden Zimmer, welches man wohl als den eigentlichen Wohnbereich verbuchen muesste. Von der Groesse her wuerde ich mal stark behaupten ist es durchaus ausreichend (schliesslich bin ich was dies betrifft ja nicht so anspruchsvoll); was mich allerdings ein wenig gestoert hat war die Tatsache, dass die Fenster – zumindest fuer meinen Geschmack – ein wenig klein waren, so dass der Raum etwas zu dunkel wirkt (ok, dies koennte natuerlich auch mit an der Tageszeit liegen. Dass die Kueche direkt angrenzend ist, stellt sicherlich kein grundsaetzliches Problem dar – wenn ich bedenke, dass in Nijmegen Wohnbereich und Kochzeile nicht wirklich voneinander getrennt waren, so kann ich mir deutlich schimmeres vorstellen. Wenn ich es mir so recht ueberlege (und auch die Bilder noch einmal genau anschaue), dann wuerde ich sogar behaupten, dann man sicherlich den Kuechenbereich ein wenig abtrennen kann – es muss keinesfalls so offen bleiben, wie dies bei der Wohnung im Leerzustand der Fall ist. Fuer den Schreibtisch findet sich auch Platz – da muesste man zwar wahrscheinlich erst einmal ein paar Varianten durchspielen – so dass auch von der Seite alles ok waere (wie gesagt, ein wenig Licht waere hier schoener, das macht schon einen Unterschied). Die andere Kleinigkeit, welche mir nicht sofort zugesagt hat, war dass sich in der Kueche weder Ofen noch Kuehlschrank befanden; waehrend ich auf einen grossen mittlerweile eigentlich recht gut verzichten kann (da bin ich mit dem Mini-Backofen eigentlich ganz gluecklich), so waere ein Kuehlschrank also eine zwingende Anschaffung. Waehrend die reinen Kosten als solche wahrscheinlich durchaus zu verkraften waeren, ist es wohl eher die Tatsache, dass ich mich dann darum kuemmern muesst, was mir ein wenig gegen den Strich geht – auf der anderen Seite sollte dies nun wirklich nicht das alles entscheidende Argument sein.

Wie es nun also aussieht? Ich habe angegeben, dass ich morgen im Laufe des Tages zurueckmelden werde, ob ich nun die Wohnung haben will, oder nicht. Ein klein wenig Bedenkzeit kann hier sicherlich nicht schaden, denn auf der anderen Seite kann ich es mir durchaus erlauben mich erst einmal noch ein wenig umzuschauen; da ich ja schliesslich nicht sofort aus der derzeitigen Wohnung verschwinden muss, kann ich die Suche einigermassen entspannt angehen und muss nicht direkt bei dem erstbesten Angebot zuschlagen.