Up In The Air

Es gibt sicherlich vielerlei Gruende, warum ich mir den einen oder anderen Film anschauen: ich habe davon gehoert oeder gelesen, ich bin im Rahmen eines Interviews darueber gestolpert, oder aber ich habe einen Trailer gesehen. Nun, letzteres ist nicht immer wirklich aussagekraeftig, denn was da auf knapp zwei Minuten zusammengeschnitten wird, muss nicht unbedingt repraesentativ fuer den kompletten Film sein (manchmal kann es einem ja durchaus passieren, dass man anschliessend feststellt, dass die einzigen wirklich interessanten zwei Minuten aus den eineinhalb Stunden Film eben die Bilder im Trailer waren…); dennoch ist es aber auch gut moeglich, dass alleine schon dieser kleine Einblick in die Geschichte vollkommen ausreichend ist um sicher zu sein, dass es sich genau um die Art von Geschichte handelt, welche einem definitiv zusagen wird. Genau letzteres war der Fall, als mir der Trailer zu Up in the Air untergekommen ist; auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis ich den Film dann endlich geschaut habe, so lag ich mit meiner Vermutung genau richtig – genau die Art von Geschichte, wie ich die mag (und dazu auch noch in einer Weise erzaehlt, welche wirklich gut gemacht ist).

Als ich gestern Nachmittag noch in der Amsterdamer Innenstadt unterwegs war, habe ich wieder einmal beim “Book Exchange” einen Zwischenstop eingelegt; da ich die letzten Male ja von der Menge an Buechern ein wenig ueberwaeltigt war, habe ich diesmal daran gedacht eine Liste mitzunehmen, so dass ich ein wenig gezielter die Regale durchsuchen konnte. Das war zwar ein sehr gutes Vorhaben, nur die beste Liste nuetzt nichts, wenn die gesuchten Buecher einfach nicht in den Regalen stehen. Dies sollte allerdings nicht bedeuten, dass ich komplett mit leeren Haenden zureuck nach Hause gekommen bin, denn immerhin gab es einen Zufallsfund zu verzeichnen, mit welchem ich in keinster Weise gerechnet hatte… zum ueberwiegenden Teil aufgrund der Tatsache, dass ich garnichts von diesem Buch wusste. Waehrend ich bei “G” nach “Stardust” von Neil Gaiman gesucht habe – dem Buch, welches als Vorlage fuer den gleichnamigen Film gedient hat – blieb mein Blick an einem Buchruecken haengen, welcher deutlich die Aufschrift “Up in the Air” trug. Also sofort das Buch aus dem Regal gezogen, um herauszufinden, ob es sich einfach nur ein “Based on the motion picture” oder ein “Now a major motion picture” Buch handelt; sehr zu meiner Ueberraschung und Freude handelte es sich um die erste der beiden Moeglichkeiten (was ich dann direkt am Abend anhand des Filmes noch einmal nachgeprueft habe). Damit war die Entscheidung auch schon gefallen…

To know me you have to fly with me. Sit down. I’m the aisle, you’re the window – trapped. You crack your paperback, last spring’s big legal thriller, convinced that what you want is solitude, though I know otherwise: you need to talk.

Und auch wenn ich mit dem Buch noch nicht fertig bin, so bin ich wirklich begeistert. Sicher, Vorlage und Verfilmung weichen in einer Reihe Punkte voneinander ab, aber bisher habe ich noch feststellen koennen, dass das Pendel klar zur einen oder anderen Seite ausschlaegt. Da werde ich also noch ein wenig weiterlesen muessen…