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Fri, 15. April 2011 – 10:48

Wie dies nun einmal bei so einem Trip fast zu erwarten ist, geschehen einfach zu viele Dinge innerhalb kurzer Zeit, so dass es garnicht moeglich ist mit allem Schritt zu halten; da ich mir aber vorgenommen hatte, dies nicht komplett unter den Teppich fallen zu lassen, hier wenigstens ein paar Punkte zum getrigen Tag hier in Hamburg:

Die Reise ist, wie bereits eher angedeutet gut verlaufen. Der Zug war angesichts der Uhrzeit recht leer, so dass wir ein komplettes Abteil fuer uns hatten, was sehr schoen ist, um noch ein wenig Schlaf nachzuholen.

Die Anschlussverbindung vom Hauptbahnhof in Richtung Hotel war kein Thema: die S-Bahnen kommen alle paar Minuten und decken auch die Randbereiche der Stadt recht gut ab. Von der Haltestelle bis zum Hotel selber waren es dann etwa fuenf Minuten, so dass man sich auch hier in Sachen Anbindung nicht beschweren kann.

Das Hotel selber ist einigermassen schlicht, aber solange alles recht sauber und ansonsten anspechend ist, kann ich durchaus auf grossangelegten Kompfort verzichten. Angesichts der Tatsache, dass wir a) nur zwei Naechte hier verbringen und b) ja eh die meiste Zeit unterwegs sind, ist ein vernuenftiges Bett eigentlich das, was wirklich notwendig ist. Von einem Zimmer im fuenften Stock bietet sich ein guter Ausblick, auch wenn dieser weitestgehend vom Hafengebiet in Beschlag genommen wird; haelt man nach Merkmalen der Innenstadt Ausschau, so zeichnen sich dies in der Ferne ab.
Hotel

Fuer die notwendige Versorgung mit Kaffee (nicht unbedingt mein persoenliches Problem), hat sich eine sehr elegante Loesung gefunden: direkt in der Naehe des Hotels – gewissermassen auf dem Weg zur S-Bahn Haltestelle – befindet sich ein IKEA, so dass es eine Anlaufstelle gibt, wo sich Kaffee und andere Kleinigkeiten erstehen lassen.

Nach der benotigten Versorgung mit Kaffee war der erste Punkt auf dem Programm fuer den Rest des Tages ein Besuch beim Hamburger Stilwerk Haus: > Das Hamburger stilwerk befindet sich in einem historischen Backsteinbau und entführt den Besucher in die hanseatische Vergangenheit, während die Gebäude in Berlin und Düsseldorf Neubauten sind. Das Innere der Häuser ist allerdings nach einheitlichem Muster konzipiert: Die Geschäfte (Ladenflächen von 50 bis 1.200 Quadratmetern) sind auf mehreren Etagen rund um einen überdachten Innenhof angeordnet. Durch die gläsernen Fahrstühle fährt der Besucher am liebsten zur obersten Etage, um von dort aus gemütlich nach unten zu wandern. So kann er jedes der stilwerk Häuser und seine exklusiven Geschäfte in Ruhe in Augenschein nehmen und erhält gleichzeitig einen Einblick in den Facettenreichtum moderner Architektur. In fand dies klang alles schon einmal interessant, aber als Julia bei der Reisevorbereitung die Bilder zu Gesicht bekam, war vollkommen klar, dass ein Besuch unvermeidbar sein wuerde.
Stilwerk Haus
Wie schon zuvor bei dem Hinweg zum Hotel, verlief auch die anschliesende Fahrt zurueck in die Stadt ohne Zwischenfaelle; selbst ein wenig ausserhalb vom Stadtzentrum sind die Verkehrsanbindungen so gut, dass man mit der S-Bahn in recht kurzer Zeit z.B. am Bahnhof angekommen ist, von wo aus sich dann in alle weiteren Richtungen umsteigen laesst.

Da es fuer den Nachmittag nach dem Besuch des Stilwerk Hauses keine weiteren speziellen Plaene gab, sind wir zu unserer ersten kleine Erkundungstour durch Hamburg aufgebrochen; da wir schon einmal in der entsprechenden Ecke waren, haben wir den Rueckweg in Richtung Innenstadt entlang der Reeperbahn eingeschlagen. Wie bereits in aehnlicher Weise von Amsterdam her bekannt, bietet das Vergnuegungsviertel am Tage einen eher trostlosen und sehr ungepflegten Anblick. Warum dies nun immer ausgerechnet in derart markanter Weise der Fall sein muss will mir nicht so ganz einleuchten; auch wenn in so einem Viertel vielleicht Millionen geschaeffelt werden, so duerfte doch ausreichend Geld umgesetzt werden, um ein wenig fuer die Pflege des Strassenbildes zu sorgen. Vielleicht gehoert es in mancherleute Augen ein wenig zu dem typischen Erscheinungsbild eines solchen Viertels dass es alleine bei Nacht ansehnlich ist, aber ob dies wirklich in derart augenscheinlicher Weise der Fall sein muss, will mir nicht so ganz einleuchten.

Den Abschluss des Tages haben wir dann – wie es sich eben fuer Physiker gehoert – im Bistro/Restaurant Einstein verbracht. Eigentlich ein Zufallsfund, auch wenn wir grundsaetzlich schon ein wenig auf der Suche nach einem Platz waren, so es noch eine Kleinigkeit zu Essen geben wuerde; war aber eben nicht geplant, weil wir wir uns einfach ein wenig um umgeschaut hatten und beide auf den leuchtenden Schriftzug aufmerksam geworden sind. Stellte sich heraus, dass es sich dabei wirklich um einen super Fund handelte, denn das Bistro konnte mit einer leichten Studentenkneipen-artigen Atmosphaere punkten, wie man sie (zumindest von der Art her) z.B. aus dem Takkos hier in Bonn kennt.
Bistro Einstein