{title:}

Fri, 22. April 2011 – 23:28

Nachdem ich den kompletten Nachmittag ja – natuerlich mit Kamera ausgestattet – in Amsterdam unterwegs war, wollte ich mich heute Abend noch via Skype bei Julia melden. Also habe ich mir kurzerhand das Laptop geschnappt und bin auf in Richtung Uni losgezogen. Da ich ja schon einmal mitbekommen, dass es ein wenig umstaendich ist ausserhalb der normalen Arbeitszeiten ins Gebaeude zu kommen, habe ich mich einfach wieder bis auf weiteres draussen auf einer der Baenke eingerichtet; wenn es um den Zugang zum WLAN geht, so ist die Signalstaerke vollkommen ausreichend um sowohl frische Luft zu schnappen als auch Internetzugang zu kriegen. Der einzige wirkliche Haken an der Sache ist lediglich, dass es keine Stromversorgung gibt, so dass man sich auf die Batterie verlassen muss; will man aber eine Unterhaltung mit Video abhalten, dann kann man leider nur sehr begrenzt (oder eben ueberhaupt nicht) auf die Standard Massnahmen zur Verlaengerung der Laufzeit – naemlich WLAN abschalten und Helligkeit Minimieren – zurueckgreifen.

Auch wenn ich Julia ja vor dem Verlassen der Wohnung noch eine Nachricht geschickt hatte, so gab es auch eine Weile nach dem Anmelden bei Skype immer noch kein Lebenszeichen; folgerichtig habe ich die Gelegenheit genutzt noch schnell ein paar Kleinigkeiten – so wie Code einchecken und Mails abrufen – genutzt. Waehrend dies auf der einen Seite natuerlich bedeutet, dass ich anschliessend den Kopf deutlich freier habe, wenn es an die Unterhaltung geht, heisst es auf der anderen Seite, dass ich schon Batterielaufzeit verbauche, noch ehe die Unterhaltung ueberhaupt begonnen hat. Auch wenn man jetzt einwenden kann, dass es sich doch wohl nicht um ein so grosses Problem handelt, sich ins Institut zu begeben, so ist aber hier an der Uni Amsterdam genau dies der Fall: vielleicht bin ich ein wenig zu sehr verwoehnt von Bonn, ASTRON und Nijmegen, aber von einem Security-Guard am Eintritt ins Gebaeude gehindert zu werden, faellt nicht unter das, was ich sonderlich prickelnd finde. Die Umstaende, welche es macht ausserhalb der normalen Buerozeiten ins Gebuaede zu kommen sind es dann auch, was mich davon abhaelt dem Institut am Wochenende einen Besuch abzustatten. Diesmal allerdings war dies keine Option, weil ich ja schon einiges an Batterie Laufzeit verbraucht hatte, so dass es eine recht kurze Skype Session geworden waere – also doch in den saueren Apfel beissen und versuchen an den Institutsschreibtisch zu gelangen…

Da ich ja schon einige Menschen ein- und ausgehen hatte beobachten koennen, erwartet ich, dass ich mit einem einfachen “hier in die Anwesenheitsliste eintragen” davon kommen wuerde… wie naiv von mir. Stellt sich heraus, dass per Uni-Verwaltung das Gebaeude offiziell fuer geschlossen erklaert worden ist, so dass niemand Zutritt bekommt – es sei denn man steht auf einer eigends angelegten Liste von Personen, welchen ueber die Feiertage der Zutritt zu gestatten sei. Da ich dies ja schon von der Grundkonstruktion her eine eher unsinnige Regelung finde, habe ich also ein wenig mit der Wachfrau diskutiert… bis sich diese bereit erklaerte mich reinzulassen. In diesem Fall war es aber nicht mit einem einfach gegenzeichnen getan, denn ich musste mich direkt in zwei Listen eintragen – eine fuer die pure Anwesenheit und die andere als Empfangsbestaetigung fuer ein Funkgeraet, welche ich mit mir fuehren sollte. Und da dies noch nicht genug war, habe ich noch eine laengere Ausfuehrung darueber zu hoeren bekommen, dass ich selbstverstaendlich nicht meine Kamera innerhalb des Gebaeudes gebrauchen duerfe…

Manche Dinge finde ich einfach nur absurd, so dass ich wirklich schauen muss, dass ich (vor allen Dingen auch im anstehenden Sommer) mehr von zuhause aus arbeite… was mich dann auf der anderen Seite daran erinnert, dass ich mich wieder hinter die Wohnungssuche klemmen muss…