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Wed, 04. May 2011 – 19:31

Also das hat schon ein wenig das Flair vom Endes eines Abschnittes in der Geschichte des LOFAR Projektes: zum Endes des heute Morgen bei ASTRON abgehaltenen “LOFAR Status Meeting” hat Corina vor groesserem Publikum ihren anstehenden Rueckzug bekanntgemacht. Nicht dass dies vollkommen ueberraschend geschieht, aber es ist schon noch einmal etwas anderes dies wirklich von der Quelle her gesagt zu bekommen. Mit der fuer Juni geplanten Geburt war zu erwarten, dass eine Weile vorher der Mutterschaftsschutz in Kraft tritt. Die andere Mitteilung war aber auch, dass dies letzten Endes auch ein Abschied von ASTRON bedeutet, denn ab dem Herbst wird COrina an anderer Stelle ihre Broetchen verdienen – damit verliert LOFAR definitiv eines jener Gesichter, welche das Projekt ueber Jahre hinweg begleitet und mitgepraegt haben.

Auch wenn ich den Kontakt seit meinem Umzug nach Amsterdam keineswegs so gepflegt habe, wie dies vielleicht angebracht gewesen waere, so tut es mir ja schon ein wnig leid, nicht naeher an dem Geschehen dran zu sein, sondern dies doch ein wenig mit Abstand zu vervolgen. Wer aber von Anfang an an dieser Stelle mitgelesen hat, dem duerfte die Erwaehnung einer gewissen Frau Vogt mit einer gewissen Regelmaessigkeit aufgefallen sein (ich glaube ich muss an dieser Stelle hier ein klein wenig aufpassen, dass dies alles nicht zu sehr nach einem Nachruf klingt).

Erinnern wir uns noch einmal zurueck:

[Wed, 07 January 2004 – 20:33]

Uh, das ist jetzt doch alles ein wenig anders gelaufen, als urspruenglich geplant. Statt schnell nur einen Happen zu essen und dann wieder hier vor den Computer zu fluechten, habe ich mich mich bis gerade eben noch mit einem Maedel aus Muenchen unterhalten, die hier fuer drei Tage Zwischenstation macht. Interessant, mal so ein Erfahrungsaustausch mit jemandem, der sich auch in der Forschung bewegt, aber sich durchaus auch nicht immer zu jedem Zeitpunkt vollstaendig darueber klar war, ob dies wirklich die richtige Entscheidung gewesen ist. Ich meine nicht unbedingt, dass man erwarten koennte dass sich ansonsten alle Welt zu jedem Zeitpunkt voellig klar darueber ist, dass die einmal getroffene Entscheidung entgueltig und fuer alle Zeiten sicher ist – aber halt auf jemanden zu treffen, mit dem man sich ueber solche Dinge austauschen kann ist halt nicht etwas was mal so eben jeden Tag passiert. Da nehme ich doch gerne in Kauf, dass ich ein wenig aus dem urspruenglichen Plan fuer den Abend geworfen wurde.

Bedenkt man, dass ich da selber gerade einmal eine Woche bei ASTRON gewesen bin, so fand diese Begegnung also ziemlich zum fruehest moeglichen Zeitpunkt statt. Wie sich nur wenig spaeter herausstellte, befand sich die junge Dame gerade in den letzten Zuegen ihrer Doktorarbeit um war nun in Dwingeloo um sich hier auf eine Post-Doc Stelle zu bewerben… was in der Tat dann auch funktionierte. Und so kam es dann auch, dass Corina und ich und fuer eine ganze Weile ein Buero geteilt haben – in jenen Tagen, wo all die aufregenden Experimente mit ITS liefen und die ehemalige Bibliothek frisch zu Arbeitsplatzen umgebaut worden waren. Ich denke mal dass ich durchaus noch so einige Geschichten ausfindig machen koennte, wenn ich nur mal ein klein wenig in den Eintraegen nachgrabe – immerhin sind gut sechs Jahre eine nicht unwesentliche Zeit.

Wenn ich mir dies so ein wenig vor Augen fuehre, dann kommt mir wieder einmal der Gedanke, dass es schon eine lohneswerte Sache waere, ein wenig die Geschichte von LOFAR zu rekonstruieren und aufzuschreiben – ich glaube dies koennte durchaus eine interessante Lektuere werden.