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Sun, 15. May 2011 – 10:29

Es passiert sicherlich nicht so sonderlich oft, dass ich noch ueber den Abspann eines Filmes hinaus wie angewurzelt sitzen bleibe und mich nicht zu regen vermag – wenn dies aber passiert, dann laesst sich wohl davon ausgehen, dass es noch weitere Nachwirkungen gibt, welche eine ganze Weile brauchen um abzuklingen. Ist schon eine Weile her, dass dies das letzte Mal der Fall war, aber was ich da eben noch gesehen habe, haelt mich nach wie vor noch in seinem Bann.

Mitunter grabe ich ja Filme aus, von welchen ich nicht sonderlich viel weiss und wo mir vielleicht einfach nur der Titel interessant vorkommt. Sicher, je nach dem mache ich mich dann schon einmal auf die Suche, um eine Zusammenfassung zu lesen oder bereits im Vorfeld ein wenig ueber die Hintergruende zu erfahren; in diesem Fall hatte ich aber keines von beidem gemacht, so dass ich keine genaue Vorstellung davon hatte, worauf ich mich da beim Schauen einlasse. Dass man gerade in dem Moment, wo man das Gefuehl hat, dass die Dinge zusammenkommen, sich Wunden langsam beginnen zu schliessen, auf eine derartige Weise eine Kehrtwende vollziehen kann, bleibt keinesfalls ohne Nachwirkungen. Wovon ich hier rede ist Remember Me (2010), ein Film welchen ich wohl eher ein wenig aus Zufall gefunden habe, als dass ich gezielt danach gesucht haette. Ein sehr komplexes Geflecht an zwischenmenschlichen Beziehungen, welche von Verlust und Schmerz gepraegt sind, kleine Schritte weg von den inneren Abgruenden… bis zu einem Ereignis, welches alle Beteiligten unvorbereitet und hilflos trifft. Ich sollte an dieser Stelle keinenfalls alles verraten, aber auch allen anderen wuerde ich empfehlen sich eben nicht alles im Vorhinein durchzulesen, sondern auf sich wirken zu lassen. Einfach schon von der Art der Kamerafuehrung her konnte irgendetwas nicht in Ordnung sein, nur was es damit wirklich auf sich hatte wurde an einem ganz anderen Schauplatz enthuellt. Ich denke mal, dass es bestimmt zwei oder drei Stellen gegeben haette, wo man den Film haette enden lassen koennen, aber jedesmal wenn noch ein wenig mehr passiert traegt dies zu Intensivierung der Erzaehlung bei.