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Tue, 17. May 2011 – 09:59

Worueber ich mich im Laufe des letzten halben Jahres mehr als nur einmal aufgelassen habe, ist die alles andere als optimale Arbeitsumgebung an der Uni: im direkten Vergleich mit dem heimischen Schreibtisch oder den Gegebenheiten in Dwingeloo schneiden die Bedingungen im Institut doch eher mager. Wie ich am gestrigen Nachmittag aber wieder einmal feststellen konnte, sind es allerdings andere Dinge welche mich stoeren, als dies anscheinend bei den meisten anderen der Fall ist. Waehrend ich eigentlich nichts grundsaetzlich gegen eine leicht belebtere Umbegung einzuwenden habe (zumindest zeitweise), gibt es von Seiten der anderen Doktoranten immer wieder Beschwerden, was die Laermbelastung betrifft; waehrend es sich dabei um etwas handelt, das ich weitestgehend unter dem Stichwort Hintergrundkulisse ablege, scheint dies fuer andere wiederum sehr stoerend zu sein. So kommt es dann auch, dass es mit einer gewissen Regelmaessigkeit Vorstoesse gibt, wie sich die vorliegende raeumliche Situation anpassen und dadurch verbessern laesst. Nun, der aktuellste Vorschlag zu diesem Thema machte nach dem Mittagessen in Form einer Entwurfszeichnung die Runde.

Auch wenn ich dem zunaechst einmal nicht so sonderlich viel Aufmerksamkeit geschenkt habe (wohl auch weil mir nicht so 100%ig klar war, worum all das Aufheben bestand), so bin ich dann um vier Uhr mal zu dem Treffen von Lidewijde und Alex mit einer Gruppe von Doktoranten gegangen. Zentraler Punkt der Diskussion war, wie sich mittels baulicher Veraenderungen die Geraeuschbelastung an den Arbeitsplaetzen vermindern lassen wuerde: auch wenn die urspruengliche Idee einer offenen Arbeitsumgebung sich ganz nett auf dem Papier liest, so sieht es in der Praxis doch ein wenig anders aus. Einer der wesentlichen Nachteile der Architektur ist in der Tat, dass die grossen, untereinander verbundenen offenen Innenraeume dazu fuehren, dass sich jegliche Art von Geraeuschen quer ueber das Gebaeude verteilt; so kommt es dann auch, dass man selbst auf der vierten Etage ohne weiteres hoeren kann, was unten in der Eingangshalle vor sich geht. Die Art und Weise – sowohl in objektiver als auch in persoenlicher Hinsicht – in welcher Menschen davon beeintraechtigt werden ist sicherlich sehr unterschiedlich: so macht es schon einen deutlichen Unterschied, wo man den Schreibtisch stehen hat – ob am Ende des Korridor oder in der Naehe der Aufzuege (um mal zwei der offensichtlichsten Moeglichkeiten zu nennen). Um also ein wenig zusaetzliche Schallisolierung zu bieten, gibt es jetzt Plaene den Bereich, in welchem die ueberwiegende Anzahl der Doktoranten untergebracht sind, umzubauen (oder zumindest bautechnisch zu ergaenzen). Die wesentliche Idee allerdings, zumindest wie sich dies aus den Zeichnungen ersichtlich ist, duerfte nicht wirklich zu einer Verbesserung fuehren: Trennwaende in den Raum einzusetzen duerfte gegenueber den bereits existierenden Buecherregalen keine sonderliche Aenderung darstellen, denn allen Aeusserungen nach scheint dies nicht das vorwiegende Problem zu sein. Was hingegen ganz hoch auf der Wunschliste steht, ist eine Moeglichkeit zu finden, den Arbeitsbereich hin zum parallel verlaufenden Korridor zu isolieren – allerdings scheint gerade dies aus vielerlei Gruenden (teils wohl auch bautechnischer Art) eher unwahrscheinlich. Was jetzt aber zunaechst einmal geschehen wird ist, dass die gestern praesentierten Entwuerfe ueberarbeitet und dann erneut vorgelegt werden… da lasse ich mich dann einfach mal ueberraschen, was dann angedacht wird.