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Wed, 13. July 2011 – 23:20

Da ich derzeit, teilweise auch notgedrungen, dabei bin mein eigenes Leben endlich wieder ein wenig mehr in die eigenen Haende zu nehmen, habe ich heute Nachmittag auch mal ein paar Minuten darauf verbracht, mich ein wenig im Internet nach moeglichen Stellen umzuschauen. Ich denke zwar nicht, dass ich schon an dem Punkt angekommen bin, dass ich alle bisherigen Plaene (sofern man ueberhaupt von denen sprechen kann) ueber Bord werfen will, aber ich brauche einfach mal eine frischere Perspektive. Da ich die letzten Tage verstaerkt mit der Softwareentwicklung beschaeftigt war (in diesem Fall mit recht umfangreichen Aenderungen in den Innereien der DAL), habe ich natuerlich auch wieder mitbekommen koennen, wie sehr dies doch eine Sache ist, welche mir Spass macht und in welche ich durchaus bereit bin einiges an Zeit und Energie zu investieren. Sicher, ich kann nicht immer erwarten, dass mir alles nur leicht faellt und ausschliesslich Spass macht; es ist aber schon entscheidend, dass ich das Gefuehl habe mich in meiner eigenen Haut wohl zu fuehlen bei dem was ich machen – wenn dies nicht der Fall ist, dann kann dies auf Dauern nicht gut gehen. Letzteres ist dann eben auch der Punkt, welcher bei mir Zweifel aufkommen laesst, was den derzeitigen Zustand hier in Amsterdam betrifft; ich werde einfach das Gefuehl nicht los, dass ich eine Entscheidung wider besseren Wissens oder mangelnder Alternativen getroffen habe… auf Dauer also kein tragbarer Zustand.

Was bedeutet dies nun aber, was will ich eigentlich? Ich denke mal, dass dies (wie schon so manche Male) die Millionen-Dollar Frage ist, mit welcher ich mich konfrontiert sehe. Habe ich eine Antwort? Nein, so sehr ich mir dies auch wuensche, so sehr weiss ich, dass es einfach zu viele Dinge gibt, welche sich in der Schwebe befinden – sowohl aeusserlich als auch innerlich. Alles auf einmal, mit einem Schlag, zu loesen ist vielleicht nicht sonderlich realistisch, so dass ich mich eben versuche Stueck fuer Stueck an den eigenen Haaren aus dem selbst verursachten Sumpf zu ziehen.

Als einer der Versuche mit diesem Vorhaben weiterzukommen, habe ich mir am Nachittag mal ein paar Minuten Zeit genommen, um ein wenig im Netz zu stoebern, Ausschau zu halten nach Stellen, welche mich von der Beschreibung her ansprechen. Als Startpunkt – irgendwo muss ich ja schliesslich anfangen – habe ich mir die Internetseite von S&T vorgenommen; da ja sowohl Joris als auch Sven fuer diese Software-Schmiede arbeiten, ist der Name schon haeufiger aufgetaucht. Liest man sich ein wenig durch die Website, dann klingt dies durchaus interessant:

Our scientific software support is based on understanding customer needs. We provide system health management for mission critical systems, near real-time 3D data visualization in unstructured environments, astronaut decision support tools. Our quality control software and scientific toolkits analyze terabytes of data with pinpoint accuracy. We provide full-time, part-time and project-based scientific consultation and creative public relations services. We build the bridge from your scientific goals to quality results.

In der Praxis bedeutet dies, dass bei S&T arbeitenden Leute projektbezogen mit Partnerbetrieben zusammenarbeiten – dabei wird durchaus eine breite Palette an unterschiedlichen Problemstellungen abgedeckt, so dass wohl immer wieder neue Herausforderungen geben duerfte und man nicht ewig immer nur an der gleichen Sache sitzt (was ich von der Grundidee schon einmal recht spannend finde). Ob dies nun wirklich etwas fuer mich ist vermag ich noch nicht zu sagen; einer genaueren Nachfrage wert ist es aber sicherlich, so dass ich da mal nachhaken werde… und sei es nur um festzustellen, dass es unter Umstaenden doch noch nicht das ist, wonach ich suche (diese Variante gibt es ja schliesslich auch).

Aber gut, wenn ich schon einmal dabei war, habe ich mich noch ein wenig umgeschaut – diesmal von This Week in Photo inspiriert (weil ich dort naemlich eine Anzeige vorfand). Da ich selber ja ein Gebraucher eines der Produkte bin, war ich einfach mal so frei Nik Software einen Besuch abzustatten. Was mich in diese Richtung zieht ist die Kombination von Software-Entwicklung und Photographie – beides Dinge, welche ich in meinem Leben behalten will… ohne aber nur eine wirklich brauchbare Vorstellung davon zu haben, wie ich dies wirklich in der Praxis zusammenbringen kann. Eine Firma aber, welche sich auf die Entwicklung von Loesung im Bereich digitale Photographie spezialisiert hat, klingt da doch schon einmal vielversprechend, oder etwa nicht? Wie lesen sich z.B. die beiden Stellenangebote:

Software-Entwickler C++:

Sie erschaffen in internationaler Zusammenarbeit weitere herausragende Anwendungen für Windows und Mac und entwickeln Lösungen in den Bereichen Bildbearbeitung, Interaktionsdesign und Software-Architektur. Ihren kreativen Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt. Analysieren, erforschen, entwickeln und optimieren Sie mit uns die nächsten technologischen Innovationen.

Computer Scientist:

As a member of our research team you will develop prototypical software which proves concepts or algorithms. Such prototypes may turn into products if they meet the high standards regarding both quality and performance. Your responsibilities include researching and discussing solutions, developing, refactoring and performance tuning of image processing algorithms and related source code, as well as documentation of your work. You will be working closely with other teams and will be able to play a part in shaping products. We offer an opportunity to be part of an ambitious international team working on software that enjoys worldwide renown.

Ok, ich waere da immer noch nicht sicher genug, dass ich einfach darauf anspringen wuerde, aber zumindest gibt mir dies schon einmal eine Idee, in welche Richtung ich weiter suchen kann…