{title:}

Thu, 11. August 2011 – 19:06

Es gibt sie einfach immer wieder: Musikstuecke, welche man unter Umstaenden ein einziges Mal gehoert hat, sich aber von dem Augenblick an im Gehoer (und auch im Gedaechtnis) festsetzen und von dort nicht mehr wegzukriegen sind. Vor einer Weile hatte ich ja mal an dieser Stelle eine laengere Liste veroeffentlicht, durch welche ich mich mitlerweile recht gut durchgearbeitet habe. Selbstverstaendlich gibt es aber noch andere Quellen als Radio-Sendungen (besonders dann wenn ich bedenke dass ich schon seit Ewigkeiten ein treuer Deutschlandfunk Hoerer bin und auf diesem Wege eher Nachrichten denn Musik zu mir nehme): auch wenn ich sicherlich den groessten Teile der Neuentdeckungen durch eigenes Herumstoebern mache, so bin ich natuerlich immer wieder offen fuer Tips. Auch wenn solche Tips seit Tagen mit Sven und Stijn in Nijmegen ein wenig selten geworden sind, so reicht mein Gedaechtnis immerhin noch so weit zurueck, dass ich nicht ganz vergessen habe, was mir deutlich weiter in der Vergangenheit empfohlen wurde; das kann dann ruhig schon einmal ein paar Jahre zurueckliegen, ist aber immer noch praesent (vor allen Dingen natuerlich dann, wenn da Ohrwuermer mit dabei waren, welche ich eben nicht in meiner privaten Sammlung habe).

Als ich gestern Nachmittag (waehrend ich auf einen erneuten Build von casacore gewartet habe, welche endlich einmal wieder durchlaeuft) wieder einmal ein wenig gestoebert habe, bin ich auf das 1995er Jethro Tull Album “Roots to Branches” gestossen. Auch wenn ich jetzt nicht so sehr der Kenner bin, was das Schaffen der Mannen rund um Ian Anderson betrifft, so ist mir diese Scheibe bestens in Erinnerung geblieben: Nicole war es, welche mir da seinerzeit einen ziemlich massiven Ohrwurm verpasst hat, welcher einfach haengengeblieben ist. Bei diesem hohen Wiederkennungswert habe ich mich selbstverstaendlich wieder ans Hoeren gemacht und musste dabei feststellen, dass das Album nichts von seinem Reiz verloren hat:

  • “Roots to branches” umgibt eine (zumindest in meinen Ohren) leicht keltische Aura, welche Assoziationen an Loreena McKennitt und Clannad wachruft.
  • “Wounded, Old And Treacherous” lebt vor allen Dingen von dem gegenlaeufigen Rhythmus in dem Uebergang von ruhigeren zu schnelleren Passagen. Eines der laengsten Stuecke auf dem Album, welches ueber eine Reihe sehr unterschiedlicher Segmente verfuegte, so dass es einem auch bei x-ten mal Hoeren so schnell nicht langweilig wird.
  • “Another Harry’s Bar” ist ein wunderschoen ruhiger Song, welcher das Album abrundet. Muss immer wieder feststellen, dass mich dies stark an die Grundstimmung (aber durchaus auch das Klangbild) der ersten drei Dire Straits Alben erinnert.

Urteil: unbedingt reinhoeren!