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Tue, 16. August 2011 – 08:42

Ja schon bevor ich nach Lhee gezogen bin, habe ich so manche Stunde am Radio verbracht, um dort den diversen Beitraegen des Deutschlandfunk zuzuhoeren; nachdem es mich dann in die Niederlande verschlagen hat, und ich nicht sonderlich beeindruckt von der hiesigen Rundfunkkultur war, waren die Beitraegen (nun empfangen via Internet) ein Stueck weit Verbindung zurueck in die Heimat. Ueber die Jahre habe ich dann zunehmend feststellen muessen, dass (mitunter heftig gescholtenen) oeffentlich-rechtlichen Sender durchaus eine Qualitaet aufweisen was die Beitraege betrifft, welche man nicht als selbstverstaendlich hinnehmen sollte; so kommt es dann auch, dass es lediglich eine Handvoll an Nachrichtensendungen gibt, welche sich ueber die Jahre einer meiner taeglichen (oder woechentlichen) Rotation gehalten haben.

Neben den von mir ja immer wieder gelobten Interviews im DLF, verfolge ich auch regelmaessig die im Rahmen von Europa heute gesendeten Beitraege, welche einen interessanten Querschnitt durch die politische und gesellschaftliche Landschaft der Nachbarstaaten vermitteln. Besonders interessant ist es dann immer wieder, wenn bestimmte Themen aus sehr unterschiedlichen, nationalen Blickwinkeln beleuchtet werden; das vermitteln dann durchaus eine etwas andere Perspektive, als man diese im eigenen Lande erfahren koennte. Ein wenig in diese Richtung, wenn auch mit einem etwas anderen Ansatz, ging eine mittlerweile abgeschlossene Reihe von Beitraegen, welche sich sich der Beziehung zwischen den Generationen widmete:

“In einem achtteiligen Briefwechsel beleuchten die junge französische Internetaktivistin Ophélie Latil und der österreichische Schriftsteller Karl-Markus Gauß die Hintergründe dieser Entwicklung und die Folgen für die Gesellschaft: Sie fragen nach dem Fortbestand des Generationenvertrages, nach der Verantwortung der Elterngeneration, nach den Forderungen an eine zunehmend entsolidarisierte und älter werdende Gesellschaft. Und nicht zuletzt nach der Wirksamkeit des kollektiven Jugendprotestes.”

Wirklich hoerens-/lesenswert: abseits der Praesentation des tagtaeglichen Nachrichtengeschehens bietet dieser Gedankenaustausch ein wenig Raum fuer grundsaetzlichere Reflexion und Diskussion. Kann ich nur waermstens empfehlen, zumal sich alle Teil ueber die Seiten des DLF noch einmal nachhoeren oder nachlesen lassen.