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Thu, 18. August 2011 – 00:03

Angesicht der Mengen an Zeit, welche ich mit Buechern und Filmen verbringe, so stellt es durchaus eine Bildungsluecke dar, dass die Universen von DC und Marvel nach wie vor ein recht unbekannter Ort fuer mich sind. Nicht unbedingt, dass mir die diversen darin lebenden Charaktaere komplett unbekannt waere, aber was deren Geschichte und Beziehungen betrifft bin ich sicherlich nicht die Person, welche man um Auskunft fragen sollte. Ein Stueck weit koennte es durchaus daran liegen, dass ich mich nie sonderlich fuer die zugrundeliegenden Comics faszinieren konnte; ich weiss dass es genuegend Leute gibt, welche jede einzelne veroeffentlichte Seite einem religioesen Artefakt gleich hueten wuerden, aber mich hat es einfach nie angesprochen. So kommt es dann auch wohl, dass mir einfach das Hintergrundwissen darueber fehlt, wie die diversen Figuren genau miteinander in Beziehung stehen und was eigentlich ihr Werdegang ist.

Gut, ganz vermeiden kann man die Beruehrung mit diesen beiden Universen nicht, denn schliesslich gibt es doch ausreichend Film-Grossproduktionen, welchen sich besonders markanter Charaktere annehmen: was mir so spontan einfallen wuerde, waeren z.B. Iron Man, Hulk, Elektra, Spiderman, Batman, die Fantastic Four oder X-Men Die Resultate auf der Leinwand waren durchaus unterschiedlich, aber was man dennoch fast immer aufschnappen konnte war der Hinweis, dass alle Geschehnisse Teil eines viel groesseren Universums sind, in welchem sich Unmengen von Helden und Boesewichten tummeln. In gleicher Weise laesst sich auch bei diesem Zugang ein wenig erahnen, dass die Geschichte hinter den einzelnen Figuren mal mehr, mal weniger komplex ist: so sind es doch vor allen Dingen Batman begins und Iron Man, welche Einblick in die Person hinter der Maske gewaehren, welche alles andere als klar definiert und Helden-Material ist. Das aber gerade ist es, was Stoff fuer eine interessante Geschichte bietet, denn schliesslich gibt es hier eine Entwicklung zu erzaehlen. Wo ich allerdings nie so recht warm mit werden wollte, dass war die klassische Heldenrolle von Superman: erschien mir irgendwie zu platt, zu wenig von Konflikt behaftet, zu sehr einfach nur der strahlende amerikanische Held. Ist schon ein paar Jahre her muss aber zu meiner Zeit in Dwingeloo gewesen sein), dass ich mit Corina und (ich denke mal) Michael Superman returns angeschaut habe; der Film war von den ganzen Comic-Geeks unter uns natuerlich mit Spannung erwartet worden, aber ich fuer meinen Teil konnte damit nicht sonderlich viel anfangen – einfach zu viele Dinge, welche da einfach aus dem Hut gezaubert wurden und einfach unglaubwuerdig erschienen. Wie es nun aber aussieht, koennte ich doch einen Blickwinkel gefunden haben, unter welchem ich meine Einschaetzung zumindest ein Stueck weit korregieren muss…

Als ich jetzt zuletzt wieder auf der Suche nach den unter meiner besonderen Beobachtung stehenden Serien – Eureka, Entourage, Warehouse 13 – war, ist mir eine Titel untergekommen, von welchem ich durchaus schon einige Male gehoert, mich aber nie weiter mit beschaeftigt hatte: ein kleiner Ort namens Smallville. Nicht ein supergeheimer Ort wie “Eureka”, sondern einfach nur ein kleines Staedtchen ohne bemerkenswerte Eigenschaften und Vorkommnisse… bis zu dem Tag, an dem ein Meteoritenschauer niedergeht, Teile des Ortes verwuestet, mehrere Menschenleben fordert und einen ganz und gar nicht irdischen Jungen in das Leben des Ehepaares Kent bringt. Wer sich jetzt ein wenig mit Comichelden und ihren unterschiedlichen Identitaeten auskennt (vor allen Dingen jenen, in welchen sie sich im ganz normalen Leben ausgeben), der duerfte natuerlich laengst schon wissen worum es hier geht: die Jugendjahre von Clark Kent, ehe aus ihm der grosse Held “Superman” wurde. Von der Grundkonstruktion her eigentliche eine recht interessante Konstruktion, denn mit dem Aufwachsen erst kommt das stueckweise Entdecken von Eigenschaften und Faehigkeiten, welche so ganz und garnicht irdischer Natur sind: egal ob es das superschnelle Laufen, den Roentgenblick oder das Fliegen betrifft – alles kommt nach und nach zum Vorschein und will beherrscht werden. So ist es zum Beispiel ein Traum, aus welchem Clark mit einem Schrecken aufwacht, nur sich zu seiner Ueberraschung einen halben Meter ueber sein Bett schwebend vorzufinden (so dass die unmittelbare Wirkung dieses Schreckens natuerlich ist, dass er einem Stein gleich auf das Bett niederkracht und dieses unter ihm zusammenbricht). Was der Serie durchaus gelingt herauszuarbeiten ist, in welcher Weise es gerade Clarks Eltern sind, welche, vor immer wieder neue Herausforderungen gestellt, fuer die sehr menschliche Seite des spaeteren Superhelden verantwortlich sind; auch wenn er rein physisch durchaus vom Himmel faellt, so trifft dies fuer seine Persoenlichkeit eben nicht zu. Kein Wunder also, dass die Serie deutlich mehr zu bieten hat als die Kinofilme. Ob dies nun aber bedeutet, dass ich mir unbedingt alle 10 Seasons anschauen muss, weiss ich noch nicht, aber was ich bisher gesehen habe weckt durchaus das Interesse auf mehr…