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Sat, 01. October 2011 – 08:26

Es war dann doch ein wenig spaet letzte Nacht, so dass ich nicht mehr dazu gekommen bin einen kurzen Bericht in Sachen ProgPower zu schreiben – dies sollte ich also bei dieser Gelegenheit mal noch schnell nachholen…

Nach dem Abstecher in den Ort war noch eimal ein Abstecher in die Herbege geplant – teils um die Einkaeufe loszuwerden, teils um die Ausruestng fuer den Abend einzusammeln. Ich persoenlich hatte ja noch einmal alle Akkus fuer die Kamera in das Ladegeraet geworfen, so dass ich mir um die Energieversorgung am Abend keine Sorgen zu machen brauchte; der wesentliche Verbrauch tritt natuerlich ein, wenn ich mit dem GPS unterwegs bin (da aber im Saal eh kein Empfang besteht, macht es wenig Sinn davon Gebrauch zu machen) – fuer so einen normalen Konzertabend kommt man locker mit einer Ladung aus (auch wenn es natuerlich immer gut ist Reserve dabei zu haben).

Da es sich ja um den ersten Abend handelte, standen lediglich drei Bands auf dem Programm:

  • The Baarstool Philosophers (nl) Typischerweise wird der Start von niederlaendichen Bands gemacht, welche weniger bekannt sind; das ist aber nicht weiter schlimm, weil a) da Festival ja auch ein wenig als eine Platform fuer Newcomer gedacht ist und b) man auf diese Weise immer wieder mal die eine oder andere Entdeckung machen kann. In diesem Fall hat es mich jetzt nicht so umgehauen, aber die Herren haben (wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten war bei dem Festival) eine solide musikalische Leistung abgeliefert. Mit dem Saenger hatte ich zwischendurch immer wieder ein klein wenig Probleme, weil seine Stimme immer mal wieder ins Kippen geriet. Fuer den unbedarften Betrachter ist hingegen die Selbstdarstellung der Band interessant: passend zu dem Namen werde alle Mitglieder in einem Barembiente vorgestellt, in welchem jeder Musiker eine entsprechende Verantwortung traegt.
  • Subignal (de) ist eine von gleich mehreren Bands in diesem Jahr, welche aus Deutschland angereist sind. Auch wenn ich von der Truppe vorher noch nie etwas gehoert hatte, so war ich doch recht angetan von der Darbietung. Worueber die Band vor allen Dingen verfuegte, war eine Reihe von recht ausladenden (fast schon epischen) Stuecken, welche intern in eine Reihe von stimmungsmaessig sehr unterschiedlichen Segmenten unterteilt sind; auf diese Weise bleibt die Musik abwechslungsreich und frisch, so dass das Zuhoeren durchaus Spass macht. Klanglich angereichtert wurden die Stuecke durch eine Gastsaengerin, welche ihre Parts mit kraeftiger Stimme abliefern konnte; ist mitunter schon einmal die Debatte, ob die Damen einfach nur dekorativ im Hintergrund stehen, der ob sie wirklich substantiell zur Gestaltung der Musik beitragen. Ich mal sagen, dass wir es hier definitiv mit dem Letzteren zu tun hatten.
  • Seventh Wonder (se) sind keine Unbekannten mehr, weil die Herren bereits vor zwei Jahren hier in Baarlo gespielt haben. Auch wenn dies sicherlich nicht das entscheidende Kriterium ist, so gab es hier noch einmal einen deutlichen Zuwachs zu verzeichnen was die technische Beherrschung der Instrumente betrifft. Auf der anderen Seite kann dies auch durchaus etwas sein, was zu sehr in den Vodergrund tritt, man mehr das Gefuehl hat einer Instrumentalstunde beizuwohnen statt einem Konzert.