Es ist eine Einrichtung, welche fest zu den “serioesen” Nachrichtensendungen gehoert: egal ob ich mir die BBC World Service News vornehme, oder aber Deutschlands wohl bekanntesten Nachrichtenexport, die Tagesschau – als Schlusslicht gibt es immer noch einmal einen kurzen Beitrag, welcher von eher humoristischer Natuer ist (oder zumindest eine der kleinen Absurditaeten des Lebens zum Inhalt hat). Dabei mag es sich mal um im Vollrausch in einen Baum gekletterte Elche handeln, ein anderes Mal um faschistoide Zuege bei den Schluempfen… oder aber, wie in dem aktuellen Fall, um den Einzug des Fernsehens ins reale Leben:

Wer schon einmal ein US-Fernsehprogramm in Original gesehen hat, der weiß: Bestimmte Begriffe darf man dort nicht nennen, sonst droht ein fieser Pieps, der das böse Wort überdeckt. Oft werden sogar Gesten und Mundbewegungen verpixelt, damit niemand darauf kommt, was da gesagt wird – obwohl es ohnehin fast jeder weiß. Bei Sendungen mit Rappern, Reality- und Talkshows kann da schon einmal der Eindruck entstehen, dass sich da Legomenschen im Morsecode unterhalten. Sollte jedoch eines dieser “Four-Letter-Words” durchrutschen, drohen empfindliche Strafen.

Der von Wulf Rohwedder unter dem Titel “Wer flucht, fliegt” auf tagesschau.de zu findende Artikel duerfte locker zum Schmunzeln und Kopfschuetteln ausreichen… und den Leser zumindest mit der begrenzten Hoffnung zuruecklassen, dass der Atlantische Ozean vor dem Ueberschwappen so macher Absurditaeten beschuetzen moege.