Es ist vollbracht: nach einem – in dieser Weise nicht vorherzusehenden – Endspurt, ist letzte Nacht noch die Bestellung der Visitenkarten fuer Julias Yoga-Kurse rausgegangen. Sicher, durch den Rush kurz vor Schluss ist es recht spaet geworden, aber ich denke mal das Resultat laesst sich durchaus sehen:

Visitenkarte

Bis zu diesem Ergebnis war es allerdings ein etwas laengerer Weg, welcher sich aus einer Mischung von Bastelei und noetwendigen Anpassungen zusammensetzte. Waehrend die allererste Idee (aber wirklich ganz zu Beginn) noch war, in den von Vistaprint zur Verfuegung gestellten Vorlagen nach einem guten Startkonzept umzuschauen, war eigentlich recht schnell klar, dass es doch mehr Sinn macht von der Optionen ein komplett selbst gestaltetes Design hochzuladen. Zwischenzeitlich hatte ich selber ja einiges an Zeit darin investiert, eine vernuenftige Visitenkarte fuer mich selber zusammenzubasteln, aber ich musste doch immer wieder feststellen, dass die vorgefertigten Vorlagen einfach nicht 100%ig dem entsprechen was ich gerne haette. Da ich zuletzt aber noch Thomas ein wenig bei der Erstellung von Graphiken fuer seine Bachelor-Arbeit geholfen hatte, bot sich an auch die etwas komplizierte Aufgabe in Eigenregie anzugehen. Da man aber nicht unbedingt davon ausgehen kann, dass alle Kunden ueber eine Kopie von Photoshop oder Illustrator verfuegen (sind ja auch nicht gerade billig, wenn man nur ab und zu mal ein paar graphische Kleinigkeiten erledigen will), finden sich auf den Hilfsseiten auch noch einmal die grundlegenden Angaben was die Geometrie betrifft – bedient man sich also eines Gestaltungstool eigener Wahl, dann weiss man zumindest welche Datei- und Schnittgroesse zu beachten ist. Also zunaechst einmal alle Informationen zusammengetragen, um dann im folgenden Schritt ein Template einzurichten; nach diesen technischen Vorbereitungen war es dann an Julia den eigentlichen Text/Inhalt beizusteuern.

Was die Gestaltung so einer Visitenkarte anbelangt, so haben die von einem Anbieter zur Verfuegung gestellten Vorlagen sicherlich einen Vorteil: durch die geringe Anzahl an freien Parametern wird die Erstellung eines druckfertigen (ich sage hier bewusst nicht: druckreifen) Produktes stark vereinfacht. Entscheidet man sich aber fuer die Variante alles in Eigenregie zu gestalten, so erkauft man sich diese Freiheit duchaus mit einem Preis: wenn die Grenzen des Machbaren nur noch von der eigenen Vorstellung und technischen Moeglichkeiten abhaengig sind, dann neigt man auch dazu diese auszuschoepfen. Worauf es dann irgendwann hinauslaeuft ist, dass man ein wenig abwaegen muss, in wie weit man sich in Details verliert… das an hunderttausend verschiedenen Raedern drehen laesst fast endlos fortsetzen, nur irgendwann muss doch mal eine Fassung dabei herauskommen, welche zum Druck eingeschickt wird. Was dies betrifft ist es sicherlich eine gefaehrliche Kombination, dass sowohl Julia als auch ich sehr auf Details achten; dieser Unwillen sich mit nicht ausreichender Qualitaet zufrieden zu geben ist sicherlich nicht etwas fuer jeden, aber wenn man sich das Ergebnis dann anschliessend (vielleicht auch mit ein wenig zeitlichem Abstand) anschaut, weiss man schon dass es sich gelohnt hat.

Dass es aber nicht immer nur der eigene Perfektionsdrang ist, welchen man im Auge behalten muss, sondern auch von aussen eingebrachte Faktoren, dies zeigte sich dann letzte Nacht; eigentlich war alles schon klar zum Versandt, da kam noch einmal die berechtigte Frage auf, ob es denn nicht auch andere Anbieter ausser Vistaprint gibt, welche den Druck von Visitenkarten anbieten. Da Vistaprint recht effektiv im Ruehren der Werbetrommel ist, handelt es sich typischerweise um die erste Adresse welche man bei einer Internetsuche findet – das heisst aber natuerlich nicht, dass es noch andere Angebote gibt. Jene gibt es in der Tat… und dann auch noch weitaus interessanter (und guenstiger): waehrend ich also noch dabei war ein paar letzte Details an den Druckvorlagen zu korregieren, hatte Julia nach ein wenig Recherche die in Koeln ansaessige Häuser KG entdeckt. Es dauerte nicht lange bis sich herausstellte, dass jene Druckerei mit deutlich interessanten Angeboten aufwartet, als dies bei ihrem bekannteren Konkurenten der Fall ist… allerdings mit einem kleinen (und eben entscheidenden) Haken: die Abmessungen der Visitenkarten sind anders! Zugegeben, sonderlich gross waren sich Abweichungen nicht, aber es war dennoch ausreichend, um noch einmal deutlich ins Routieren zu kommen, weil die vorher sorgsam erstellte Anordnung der (Text-)Elemente nicht mehr stimmte.

Alles in Allem war es also doch noch einmal etwas aufwaendiger, als mir aufgrund der Vorarbeiten erhofft hatte; die Aenderungen in letzter Minute kamen ein wenig ueberraschend… aber das resultierende Ergebnis duerfte zur allgemeinen Zufriedenheit ausgefallen sein. Da wird es also spannend zu sehen, wie die Karten denn aussehen, wenn sie hier eintreffen.