Mit nun dem dritten Tag bei prometheus, bietet sich die Gelegenheit eine weitere fuer das Pendeln zwischen zuhause und dem Buero zu testen:

  • Am Montag habe ich die Zweifachkombination mit der Deutschen Bahn gewaehlt: von der Wohnung aus zu Fuss zum Bahnhof Duisdorf, von dort aus mit der Bahn zum Bonner Hauptbahnhof, um dort in die Regionalbahn nach Koeln Sued umzusteigen. Dort angekommen war noch einmal ein paar Minuten Laufen angesagt. Grundsaetzlich eine gute Variante, aber aufgrund der Auslastung der Bahn (bereits bei der Einfahrt im Bonner Bahnhof), wird es sehr schwer einen Sitzplatz zu finden, so dass Mails schreiben, etc. keine Option ist; es gibt da sicherlich noch einmal die Moeglichkeit ein wenig mit der Abfahrtszeit zu experimentieren, aber egal wofuer ich mich da entscheide, muss ich stehts in der einen oder anderen Weise durch den Berufsverkehr. Von diesem Aspekt abgesehen gibt es noch ein weiteres kleines Problem: die Anschlusszeiten zwischen den beiden Regionalbahnen sind nicht so ganz optimal – vor allen Dingen bei der Rueckfahrt ist es ein leichtes eine laengere Wartezeit in Kauf nehmen zu muessen.
  • Am gestrigen Dienstag habe ich – teils aufgrund der Plaene fuer den Abend, teils durch Julias Insistieren, dass dies die schnellere und auch kostenguenstigere Variante sei – mir das Auto geschnappt und so einmal angetestet wie es ist, wenn ich von Bonn aus in den Koelner Sueden fahre. Um es gleich einmal vorweg zu sagen: das ist nicht die bevorzugte Fortbewegungsmethode, aber aufgrund der Umstaende gab es auf die Schnelle keine wirklich brauchbare Alternative. Da ich am Abend ja wieder meine drei Stunden Sport im Wellpoint hatte, musste ich irgendwie schauen, dass ich bis 18:00 Uhr irgendwie nach Mondorf komme – vom Koelner Sueden aus mit oeffentlichen Verkehrsmitteln keine leichte Aufgabe. Ich hatte war mal diverse Kombinationen von Verkehrsmitteln durchgespielt (z.B. eine Kombination von Fahrrad und Bahn), aber ich haette es einfach nicht geschafft rechtzeitig vor Ort zu sein. Nach ein wenig Recherche stellte sich heraus, dass das Auto in diesem Fall die beste Wahl war: nicht nur konnte ich so alles mitschleppen, was sowohl nach Koeln als auch zum Sport musste, via Severinsbruecke sollte es moeglich sein die Strecke in etwas ueber einer halben Stunde zurueckzulegen. Was letzteres betrifft hatte ich natuerlich so meine Zweifeln, dann schliesslich wuerde ich immer noch im Berufsverkehr landen, aber das Argument der derzeitigen Osterferien erwies sich als mit entscheidend; klar, das bedeutet doch nicht dass ich einfach so ungehindert durch die Gegend fahren konnte, aber bis auf ein paar neuralgische Punkte (unter anderem die Bruecke und die Gegend rund um den Flughafen) bin ich recht gut vorangekommen… so dass ich in der Tat puenktlich beim Wellpoint eingetroffen bin.
  • Nach der Erfahrung vom gestrigen Tage, habe ich mich heute fuer eine dritte Variante entschieden: weder Ragionalbahn noch Auto, sondern eine Kombination von Fahrrad und Strassenbahn. Moeglich gemacht wird dies durch die Tatsache, dass die Linie 18 vom Streckenverlauf nicht nur Zwischenstop bei diversen Ortschaften zwischen Bonn und Koeln macht, sondern dass es auch innerhalb von zehn Fussminuten zum Buero eine Haltestelle im Koelner Sueden gibt. Nach ein wenig online Recherche stellte sich heraus, dass es vor allen Dingen kostenmaessig einen deutlichen Unterschied macht, einfach ein kleines Stueck mit dem Fahrrad entlang der Bahnstrecke zu fahren, um auf diese Weise von einer anderen Entfernungszone aus in die Bahn umzusteigen: wenn ich es auf diese Weise schaffe mit einer Viertelstunde Fahrradfahren meinen Geldbeutel zu schonen (plus mir den Umweg ueber die Bonner Innenstadt zu erfahren), dann ist dies eine echte Alternative. Also habe ich mich vorhin auf den Drahtesel geschwungen und nach Roisdorf aufgemacht: Zielpunkt war Roisdorf-West, also nur eine Station weiter als ich am Sonntag fuer meinen Nachmittagspaziergang als Startposition gewaehlt hatte. Ging alles so reibungslos, dass ich sogar ein gutes Stueck zu frueh an der Haltestelle eingetroffen bin – dass ich dann aber beinahe auf den falschen Bahnsteig gestanden haette, ist mal noch eine andere Sache… ;-)

Was lernen wir also daraus? Es gibt gleich einen ganzen Strauss an Varianten fuer den Weg zu den Prometen, so dass ich wohl noch eine Weile damit beschaeftigt seine werde, alle durchzutesten. Klar, wenn ich endlich mein Jobticket kriege, ist der Kostenfaktor nicht mehr so entscheidend, aber die Moeglichkeit z.B. Fahrrad und Bahn miteinander kombinieren zu koennen wird vor allen Dinge Richtung Sommer immer reizvoller – schliesslich kann ich mir schoeneres vorstellen als in der Hitze mehr als noetig mit der Bahn durch die Gegend zu schaukeln.