Da ist sie auch schon vorbei… meine erste Woche bei den Prometen in Koeln. Aufgrund der Feiertage rund im Ostern ist der Start ein wenig kuerzer ausgefallen, als die normalerweise der Fall gewesen waere; gut, den Freitag haette ich sicherlich auch noch ueberstanden, aber geschieht alles ein wenig gleitender. Wie ja schon berichtet hatte ich bereits Gelegenheit, die diversen Varianten fuer das Pendeln zwischen zuhause und dem Buero anzutesten; da werde ich zwar bestimmt noch ein wenig weiter experimentieren (so steht unter anderem auch noch der komplette Trip nach Koeln mit dem Fahrrad auf dem Plan), aber eine grobe Idee dessen, was alltagstauglich habe ich schon gewinnen koennen.

Was ist jetzt aber nun mit der Arbeit selber (und entsprechend auch mit der Arbeitsumgebung)? Wie nicht anders zu erwarten, war die erste Woche vorwiegend erst einmal der Eingewoehnung und Einrichtung vorbehalten; auch wenn ich ein paar Kleinigkeiten bereits am Donnerstag der Vorwoche nach Bonn geschleppt hatte (alles was ich so an Tee-Essentials benoetige), so bin ich am Montag Morgen mit dem – inzwischen fast schon – ueblichen Gepaeck aufgeschlagen. Da ich mich mittlerweile einfach zu sehr daran gewoehnt habe, an einem Monitor vernuenftiger Groesse zu arbeiten, habe ich einfach mal noch mein zweites 23’’ Cinema Display mitgeschleift; den Monitor, welchen ich bei vorherigen Versuchen unter dem Schreibtisch deponiert gesehen hatte, sah nicht unbedingt nach dem aus, was ich fuer die tagtaegliche Arbeit verwenden wollte. Nachdem dieser erste Aufbau erledigt war, habe ich mich dann – unter tatkraeftiger Hilfe von Jens – den administrativen Notwendigkeiten zugewendet: der Abstecher zur Personalverwaltung am Donnerstag war (wie ich dann feststellen konnte) letzten Endes auch nur einer von viele Schritten, aber gluecklicherweise ging es nun an die Dinge, welche unmittelbar mit der Arbeit zu tun haben. Dazu gehoerte vor allen Dingen erst einmal alle benoetigten Zugaenge einzurichten: auch wenn ich auf die Aktivierung meines Uni-Accounts ein klein wenig wachten musste, so konnte wir uns in der Zwischenzeit schon einmal um die Zugaenge innerhalb der prometheus Infrastruktur kuemmern. Parallel dazu habe ich natuerlich auch mit dem Lesen zu beginnen – ich bin mir der Organisation der Dokumentation zwar nicht so 100%ig gluecklich, aber da ich ja nun Teil des Teams bin, sehe ich es einfach auch mal mit als meine Aufgabe, da ggf. Verbesserungen dran anzubringen.

Letzteres betrifft selbstverstaendlich auch die Software selber, welche fuer den Zugang zum digitalen Bildarchiv zustaendig ist; da ich bei LOFAR ja immer und immer wieder dafuer gekaempft habe, Dokumentation verfuegbar zu machen (oder mitunter ueberhaupt erst einmal zu erstellen), stellt der Neueinstieg hier in Koeln einen Testfall dar – was Eingeweihten vielleicht vollkommen klar ist, muss ich mir noch erarbeiten, so dass ich also schauen kann, wie es um die Hilfestellungen dafuer bestellt ist. Die anderen Baustellen waeren dann auch schon bei der Software selber zu suchen, welche aus einer Vielzahl an Paketen besteht; bevor ich auch nur realistisch daran denken kann die Hauptanwendung (pandora) ans Laufen zu bringen, muss ich mich zunaechst einmal durch eine recht lange (und leider immer noch nicht vollstaendige) Liste an Instruktionen und Abhaengigkeiten wuehlen, welche es zunaechst einmal zu loesen gilt. Einer der durchaus entscheidenden Unterschiede hier vor Ort ist wohl, dass regelmaessige Neuinstallationen nicht der Fall sind, was bedeutet, dass bisher niemand so wirklich den Bedarf gesehen hat sich um die Automatisierung der Konfiguration und Installation zu kuemmern; ein Stueck weit kann ich dies durchaus nachvollziehen, aber einer der nicht unerheblichen Preise bei dieser Vorgehensweise ist eben auch, dass sehr viel an Wissen ueber die erforderliche Prozedur in den Koepfen der Leute ist… und somit nicht ohne weiteres uebertragbar und auch dem Vergessen ausgeliefert ist. Wenn ich hier also ein wenig dazu beitragen kann, die notwendigen Aenderungen anzustossen und voranzutreiben, dann denke ich mal ist dies auf laengere Frist klar zum Vorteil des Projektes.

Was es ansonsten noch zu berichten gibt? Neben den rein technischen Dingen, ist natuerlich die Arbeitsumgebung und -atmosphaere von entscheidender Bedeutung: soweit ich dies bisher beurteilen kann, stehen die Chancen recht gut, dass ich mit dem Rest des Teams auskommen werde. Auch wenn eine Woche keinesfalls ausreichend ist, um die Eigentheiten und Macken von jeder einzelnen Person kennenzulernen, so zeichnet sich schon ab, dass sich unsere Truppe aus einer interessanten Mixtur zusammensetzt, so dass so schnell nicht damit zu rechnen ist, dass es langweilig werden wird.