Also das war nicht so wie ich mir dies vorgestellt hatte: als ich eben mein Fahrrad bei der Haltestelle Roisdorf festmachen wollte, musste ich feststellen, dass ich keinen Schluessel fuer das Schloss bei mir hatte – folgerichtig war eine kleine Planaenderung noetig.

Meine erste Idee war auf der Stelle umzukehren und den Schluessel zuhause einzusammeln; auf diese Weise haette ich wohl 40 Minuten gebraucht, was also bedeutet, dass ich mindestens zwei Bahnen verpasst haette. Um aber vielleicht noch einen anderen Loesungsansatz zu bekommen, habe ich schnell zuhause bei Julia angerufen – keine meiner schlechtesten Ideen, denn so ergab sich noch einmal eine Alternative, welche in der Gesamtbetrachtung deutlich besser ist. Da Thomas heute Morgen um neun Uhr Stunden in der Atempause Kurse hatte, war es einen Versuch wert zu fragen, ob ich das Fahrrad nicht den Tag ueber im Studio unterstellen koennte; da a) ich ja kein Trainer dort bin und b) es sich um ein Frauenstudio handelt, war dies nichts, wo ich einfach selber losziehen konnte. Was ich aber als kleine Vorbereitung immerhin schon machen konnte war, die paar Meter von der Haltestelle bis zum Studio zu laufen – lange warten musste ich dann gluecklicherweise aber nicht. Die alles entscheidende Frage aber, ob es mit der Unterbingung klappen wuerde, klaerte sich recht schnell, so dass ich also heute Abend noch einmal einen kleinen Umweg ueber das Studio machen muss, um mein Fahrrad wieder einzusammeln. Interessanter Nebeneffekt an dieser Aktion: damit haette ich dann auch mal noch (zumindest ansatzweise) die Atempause von innen zu sehen bekommen – dass das Studio nicht sonderlich gross ist hatte ich mir ja schon mehrfach berichten lassen, aber um meinen Eindruck zu beschreiben wuerde ich wohl eher die Vokabel “winzig” verwenden.

Vielleicht noch ein Wort dazu, wie es ueberhaupt zu diesem Missgeschick kommen konnte. Vor einer Weile hat ich die komplette Sammlung an Schluesseln fuer die Fahrradschloesser von meinem Schluesselbund genommen und als einen extra Bund zusammengestellt; der Hintergedanke dabei war eigentlich ganz ok, naemlich die Absicht nicht immer alles an Schluesseln mit mir herumzuschleppen, wenn ich unterwegs bin. Vor allen Dingen dann, wenn ich z.B. mit dem Fahrrad durch die Gegend radele, Julia aber zuhause ist, besteht keine Notwendigkeit den Haustuerschluessel mitzunehmen – wenn ich also nicht unnoetig Sachen dabei haben will, reicht mir also die kleinere Ausstattung. Wie aber heute Morgen festgestellt hat dies mitunter auch einen entscheidenden Nachteil: statt einfach nur nach einem Schluesselbund zu greifen (an welchem dann alles haengt), muss ich bei dieser Aufteilung darauf achten eben mehrere Dinge mitzunehmen – rein von der Logistik her keine so gute Idee, so dass ich dies wieder aendern muss.