Also dies ist natuerlich nicht unbedingt die Art und Weise, wie ich mir vorstelle meine Sonntage zu verbringen: ich sitze gerade in der Linie 66, um ueber Zwischenstation Oberdollendorf nach Giessen zu fahren. Ausgeloest wird diese Reise durch die am heutigen Tag stattfindende Strategiesitzung des prometheus e.V. Auch wenn ich in die Hintergruende nicht so eingeweiht bin, so ist schon auffaellig, dass im Vorfeld ein Termin innerhalb der Woche – und damit besser vereinbar mit den Arbeitszeiten – garnicht erst in Erwaegung gezogen wurde. Gut, das mag daran liegen, dass vor allen Dingen fuer die Mitglieder des Vereinsvorstandes dies eben mehr eine “Nebenbeschaeftigung” (und eben nicht die Haupttaetigkeit) ist, aber fuer die Mitarbeiter der Geschaeftsstelle ist dies schon ganz klar eine ausserplanmaessige Arbeitszeit – ich hoffe doch mal, dass dies entsprechend beruecksichtigt wird, denn schliesslich ist der Sonntag immer noch einer wenigen Tage, welche fuer das Privatleben zur Verfuegung stehen.

Was ich mir im Vorfeld einmal angeschaut hatte war, wie ich eigentlich nach Oberdollendorf komme (von wo aus es dann mit dem Auto weitergeht); waehrend vollkommen klar ist, dass die Linie 66 die beste Verbindung von Bonn Hauptbahnhof darstellt, so war ich doch ein wenig erschrocken darueber, wie schwer es denn war eine vernuenftige Verbindung von Duisdorf hin zum Hauptbahnhof zu finden. Dadurch dass es sich um den fruehen Sonntag Morgen handelt, ist der Busfahrplan recht loeschrig… mit dem Resultat dass ich fast eine Dreivertelstunde am Bahnhof haette warten muessen. Unter diesen Umstaenden habe ich mich dazu entschieden lieber die erste Teilstrecke mit dem Fahrrad zu fahren – 15-20 Minuten insgesamt erscheinen mir da doch deutlich akzeptabler, vor allen Dingen weil dies auch bedeutet, dass ich noch ein wenig mehr Schaf kriegen konnte.