Das ist ein trauriger Fund… Auch wenn das eigentliche Ereignis – wie ich bei ein wenig nachrecherchieren feststellen konnte – schon eine kleine Weile zurueckliegt (die zugehoerige Pressemitteilung gab es im November letzten Jahres), so war die Nachricht darueber bisher noch nicht zu mir vorgedrungen (worueber ich mir vielleicht genau so viele Gedanken machen sollte wie ueber die Mitteilung selber).

Absage Rheinkultur

Eigentlich wollte ich ja nachschauen, was denn fuer dieses Jahr auf dem Programm steht – dass ich bei dieser Suche aber einer derartige Nachricht vorfinden wuerde, haette ich mir nicht denken lassen.

Die Pressemitteilung ist lang. Man merkt dem Schreiben an, dass den Organisatoren die Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Seit Mittwoch (09.11.2011) steht nun aber fest: 2012 findet keine Rheinkultur statt. Das Festival gehört mit zuletzt 160.000 Besuchern zu den großen deutschen Open-Air-Veranstaltungen. Nationale Größen wie Farin Urlaub, die Sportfreunde Stiller, Tomte, Gentleman oder Element of Crime traten hier schon auf, dazu internationale Acts, darunter Razorlight, Death Cab For Cutie oder die Bloodhound Gang. Das Besondere daran: Der Eintritt war bislang immer frei. (Quelle: wdr.de)

Da ist schon ziemlich bitter: da bin ich ein paar Jahre im Ausland, mache mir mitunter sogar die Muehe zu diesem Ereignis ins Rheinland zu reisen… und jetzt wo ich wieder hier bin wird dem Festival die Luft abgedreht. Sehr bitter, vor allen Dingen wenn ich bedenke, was fuer eine Aussenwirkung diese Veranstaltung immer gehabt hat und was fuer ein Signal mit diesem Aus von Bonn in den Rest der Republik ausgesendet wird. Da mag es einen zwar ein klein wenig troesten, dass es vielleicht noch einen Hoffnungszschimmer gibt:

Ob es wenigstens 2013 weitergeht, ist ebenfalls ungewiss. “Wenn uns jemand die Hand reicht, dann setzen wir uns damit natürlich auseinander”, sagt Schmidt. “Vom jetzigen Standpunkt aus müssen wir aber sagen: Das war’s!”

In wie weit die also bedeutet, dass 2012 nur eine Unterbrechung, nicht aber das Ende ist, darueber wuerde ich mich nicht unbedingt sonderlich viele Illusionen machen.