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Mon, 16. July 2012 – 10:08

Auch wenn ich mich gestern schon von unterwegs gemeldet hatte, hier vielleicht doch noch einmal ein paar Kommentare, was die Reise nach Bad Driburg betrifft: da sind schliesslich unterwegs doch einige Dinge schief gelaufen – einiges davon was man durch entsprechende Recherche haette wissen koennen, anderes was den Gegebenheiten vor Ort geschuldet war. Aber fangen wir erst einmal von vorne an…

In Vorbereitung auf den Abstecher zu Julias Eltern, habe ich mich am Samstag hingesetzt, um mittels des Bahn Reiseplaner die Verbindung auszuknobeln. Auch wenn von vorne herein schon klar war, dass wir so manche Stunde auf der Schiene verbringen wuerden, so gab es doch immer noch offene Frage, wie viele Zwischenstops und Umstiege den noetig werden wuerden. Waehrend es im normalen Betrieb eine durchgehende Verbindung zwischen Koeln und Paderborn gibt, kamen aufgrund von Bauarbeiten zwei weitere Umstiege hinzu:

o- ab 05:57 Köln-Mülheim - Gleis 3 (RE 10109)
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  o- an 07:58 Bad Sassendorf
  o- ab 08:10 Bad Sassendorf  (Bus  SEV)
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    o- an 09:20 Paderborn Hbf
    o- ab 09:53 Paderborn Hbf - Gleis 5 (NWB75655)
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      o- an 10:15 Bad Driburg(Westf) - Gleis 1

Einmal unterwegs, stellte sich allerdings heraus, dass es vor Ort dann doch ein wenig anders zuging. Die erste Abweichung war, dass es zunaechst einmal einen zusaetzlichen Zugwechseln in Hamm gab – eine Kleinigkeit, welche in keiner meiner Recherchen auftauchte. Viel machen liess sich da allerdings nicht machen, so dass wir also spontan den Zug gewechselt haben, um die Weiterreise nach Bad Sassendorf anzutreten. Dort angelangt klappte der Umstieg auf den Schienenersatzverkehr (will heissen: Bus) ohne Probleme; lediglich bei der Ueberrueckungsstrecke gab es dann eine Abweichung zu vermelden, welches so vorher nirgends zu finden war: statt direkt nach Paderborn durchzufahren, deckte der Bus nur die Strecke bis Geseke ab, von wo aus es dann wieder mit einer Bahn weitergehen wuerde; was dann die Hinweise auf dem Bahnsteig betrifft war es doch eher spaerlich, wenn nicht verwirrend. Gluecklicherweise fand sich dann aber doch noch der Zug ein, so dass wir wieder ein Stueck weiter unserem Ziel entgegenreisen konnten – der kleine Haken an der Sache war lediglich, dass aufgrund der Aenderungen im Reiseablauf, wir erst um die Zeit in Geseke losgekommen sind, wo wir eigentlich schon in Paderborn haetten sein sollen. Trostpflaster bei der Sache war immerhin, dass es in Paderborn einen Puffern von 30 Minuten gab – anders haetten wir uns den Anchluss nach Bad Driburg abschminken koennen.

Was die Rueckfahrt am Nachmittag betrifft verlief es nicht viel anders: wieder gab es ein wenig Verwirrung vor Ort, was denn nun die genauen Anschluesse fuer de Weiterreise betrifft – der vorher ausgearbeitete Reiseplan konnte da letzten Endes lediglich als grobe Orientierung dienen.

Von diesen Unwegsamkeiten abgesehen gibt es allerdings noch ein paar Kleinigkeiten, welche sich grundsaetzlich beruecksichtigen lassen:

  • Der erste Zug am fruehen Morgen ist vielleicht nicht unbedingt die beste Wahl: wie gestern festgestellt ist der Zug doch ziemlich voll mit Alkoholleichen, welche es allem Anschein nach in der vorherigen Nacht nicht mehr geschafft haben den Heimweg anzutreten. Fast schon egal welchen Wagon man sich aussucht – ueberall haengt ein strenger Dunst von abgestandenem Alkohol in der Luft, was nicht unbedingt das ist, womit man am fruehen Morgen seine Reise antreten will.
  • Gerade bei der Rueckfahrt am Sonntag Nachmittag geraet man sehr leicht in den Pendlerverkehr, so dass der Zug doch recht voll wird. Wenn man aber es schon ein wenig vom bisherigen Tag erschoepft ist und sich dementsprechend unterwegs vielleicht ein wenig ausruhen moechte, dann ist dies nicht so wirklich toll. Folgerichtig macht es wohl Sinn, derartige Reisevorhaben (wie das am gestrigen Tage) besser auf einen Samstag zu legen, da ich mal vermuten wuerde, dass die Pendler eben eher am Sonntag Nachmittag/Abend unterwegs sind.
  • Eine eher unangenehme Ueberraschung war, dass keines unserer Bahntickets – genauer genommen meine Jobticket und Julias Studiticket – genau das leisten, was wir eigentlich erwartet hatten: waehrend ich mich einfach nicht dessen bewusst war, dass mein Ticket nur innerhalb des VRS gilt. Mit einem Ziel innerhalb der Grenzen des benachbarten VRR bewegte ich damit ausserhalb dessen, wo keine zusaetzliche Fahrkarte erfolderlich ist. Aber gut, alles halb so wild, denn schliesslich gaebe es da ja noch Julias Semsterticket, mit welchem sich ja noch einen weitere Person mitnehmen laesst… ausser dass es da genau die gleiche Einschraenkung gibt; zwar kann sich der Inhaber mit dem Ticket quer durch NRW bewegen, aber das Mitnehmen funktioniert nur innerhalb des Verkehrverbundes innerhalb welchem die Uni liegt. Bisher war diese kleine aber feine Unterscheidung noch nicht relevant geworden, aber mit dem gestriegen Tage waeren wir da wohl wieder um ein kleines Stueck schlauer geworden; wenn man dies weiss, dann laesst sich dies schon von vorne herein in der Reiseplanung beruecksichtigen, so aber war dies ein weiterer Stolperstein bei Tagesausflug.