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Mon, 23. July 2012 – 16:55

Als ich die entsprechende Mitteilung um ersten Mal auf der Internet Movie Database gesehen habe, wollte ich meinen Augen zunaechst nicht trauen: Men in Black III war nicht nur in der Mache, sondern bereits auf der Zielgeraden. Irgendwie hatte ich dies im Vorfeld nicht mitbekommen – vielleicht auch, weil ich nicht damit gerechnet hatte. Rein von der Story gab es nicht unbedingt die Notwendigkeit fuer einen dritten Teil (auch wenn dies bisher noch kein Studio davon abgehalten Fortsetzungen von minderer Qualitaet auf den Markt zu werfen); jetzt nach dem Kinobesuch wuerde ich aber schon sagen, dass auf der anderen Seite aber durchaus noch Dinge innerhalb des MIB-Universums gab, welche sich zu erkunden lohnte. Ausgehend von dieser Feststellung wuerde ich dann auch sagen, dass der Film ein wirklich wuerdiger Nachfolger innerhalb der Serie ist – vielleicht sogar noch ein kleines Stueck besser als der zweite Teil.

Rein von der Besetzung der Rollen waren zwei Namen natuerlich von vorne herein vollkommen klar (ich glaube alles andere haette grosse Proteste ausgeloest): Will Smith (Agent J) und Tommy Lee Jones (Agent K) stehen erneut im Rampenlicht der Handlung. Eine durchaus nette (und auch ueberzeugende) Ergaenzung stellte Emma Thompson in der Rolle der Agent O dar (ein Charakter, welchem durchaus eine groessere Bedeutung zukommt, wie sich recht schnell erahnen laesst).

Der Kunstgriff mit der Reise in die Vergangenheit macht aus Teil drei nicht nur ein Sequel, sondern in gleichem Masse ein Prequel: statt einfach nur hinten an die Geschichte anzubauen, werden einige in der Vergangenheit liegenden Verknuepfungen und Weichenstellungen ans Licht gebracht, so dass es einige Neuigkeiten in Bezug auf die beiden Hauptcharaktaere zu vermelden gibt. EInen nicht unwesentlichen Anteil an Glaubwuerdigkeit und Unterhaltungswert ist Josh Brolin geschuldet, welcher in der Rolle des jungeren Agent K in Erscheinung tritt – die Chemie zwischen den beiden Helden steht denen der Original-Kombination nichts nach.

Auch wenn eigentlich ausser Frage stand, dass wir uns den Film ansehen wuerde, so stellte es sich doch als ein Problem heraus, das passende Kino zu finden. Da ich keine Lust hatte eine (schlecht) synchronisierte Fassung anzuschauen, habe ich mich auf die Suche nach Vorstellungen der englischen Originalversion zu machen. Stellte sich leider heraus, dass dies garnicht so trivial ist; entgegen den Niederlanden, wo so ziemlich alles an Filmen in der Originalsprache zu bekommen ist (wenn auch ggf. mit Untertiteln), ist dies hier in Deutschland ungleich schwerer. Alleine schon von der Groesse her haette ich erwartet dass das Kinopolis in Bad Godesberg den Film im Original zeigen wuerde; wenn ich mir vor Augenhalte, wie viele Leinwaende in dem Kino anzutreffen sind, dann war ich recht verdutzt, als ich feststellen musste, dass lediglich eine synchroniserte Fassung gegeben wird. Das einizge Kino in Reichweite, welche konsequent Filme im Originalton zeigt ist das Metropolis in Koeln – leider nicht direkt um die Ecke, aber immerhin mit der Bahn recht gut zu erreichen. Auch wenn ich nicht ganz die Hoffnung aufgebe, vielleicht doch noch irgendwo ein wenig mehr in der Naehe fuendig zu werden, ist bis auf weiteres Koeln die Adresse der Wahl, wenn es sich um Kinobesuche dreht.