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Mon, 20. August 2012 – 09:52

Also das passiert doch recht selten, dass ich einen Film schaue welchen ich als schlecht bezeichnen wuerde. Typischerweise versuche ich schon bei der Auswahl die Streifen herauszufiltern, welche es mir nicht wert erscheinen gesehen zu werden; das soll nicht unbedingt bedeuten, dass es sich immer um wer weiss wie tiefsinnige Stoffe zu handeln braucht, denn schliesslich kann auch ein B-Movie mit ein paar originellen Ideen seinen Reiz haben. Wenn die Story aber einfach nur an den Haaren herbeigezogen erscheint – weil sich da irgendwer nicht beherrschen konnte und einfach wild allerlei Elemente zusammen in einen Topf geworfen hat – dann ist auch fuer mich die Schwelle ueberschritten. Aus diesem Grunde bin ich eigentlich recht froh, dass ich mir Journey 2 eher nur nebenbei angeschaut habe; als ich gestern Nachmittag noch an den Kuechenschraenken gearbeitet habe, wollte ich einfach etwas haben, um mir die Zeit zu vertreiben – da ich keine laengeren Podcasts mehr auf meiner Liste hatte, habe ich einfach beschlosssen weiter meine Filmliste abzuarbeiten. Da jene nach wie vor noch eine grosse Zahl an Eintraegen enthaelt, habe ich durchaus die Moeglichkeit eine Wahl zu treffen, welche zur Situation passt… und da die anderen Filme, auf welche ich neugierig bin, ein groesseres Mass an Aufmerksamkeit erfordern, ist es eben Journey 2 geworden.

Wenn schon das 2008 Remake von Journey to the Center of the Earth nicht sonderlich ueberzeugend ausgefallen war – weil da einfach zu viel reingepackt war, dass ueberhaupt nichts in der Story zu suchen hatte – so setzte diese weitere Jules Vernes Verfilmung noch einmal einen drauf; auch wenn ich das Buch nie gelesen habe, so wuerde ich mal stark behaupten, dass sich die Macher jede Menge Freiheiten herausgenommen und sich nur noch lose an den Original-Stoff gehalten haben.

  • Der Stiefvater unseres Helden ist ganz selbstverstaendlich ein Experte im Codebrechen.
  • Der nervige Helikopterpilot (welcher staendig am quasseln ist) hat selbstverstaendlich eine attraktive Tochter, an welche sich unser Held versucht heranzumachen.
  • Die Stuerme rund um die Insel erinnern sehr stark an 2012, Twister oder aehnliche Katastrophenfilme.
  • Das Innere der Insel beherbergt die verlorene Stadt Atlantis, welche zusammen mit der Inseln eine Zyklus durchlaeuft, bei welchem sie je eine Weile ueber und dann wieder unter dem Wasser verbringt.
  • Ein eben solcher Zyklus (der Anteil mit der Insel oberhalb der Wasseroberflaeche) geht ganz selbstverstaendlich innerhalb der naechsten 24 Stunden nach dem Betreten der Insel zu Ende (eine freuhere Berechnung, nach welcher noch ein paar Wochen Zeit waeren, stellt sich ganz schnell als falsch heraus), so dass alle Beteiligten ganz schnell nach einem Fluchtweg von der Insel suchen muessen …
  • … fuer welche die Nautilus zur Verfuegung steht, welche in einer Hoehle unterhalb der Felsenklippen geparkt bereitsteht.

Bin ich mir sicher, dass ich damit alles abgedeckt habe? Nein, keinesfalls, denn ich habe in dieser kleinen Auflistung sicherlich mehr als die Haelfte vergessen. Vielleicht ist dies aber auch nicht so wichtig, denn alleine aus der kleinen Sammlung an Punkten duerfte bereits klar werden, wie sehr die Story zusammengebastelt ist. Darueber hinaus erschreckend: das Ende des Filmes ist so angelegt, dass es durchaus denkbar waere einen weiteren Teil hinterherzuschieben…