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Mon, 03. September 2012 – 09:48

Angesichts der Tatsache, dass derzeit ja noch die Paralympics in London stattfinden, haette ich hier eine kleine Geschichte, welche sowohl aus sportlicher, menschlicher – aber natuerlich auch cineastischer – Sicht recht interessant ist:

Blind Judoka is a TakePart TV YouTube show which tells the story of blind athlete Jordan Mouton and how she has qualified in Team USA for the Paralympics. Cinematographer Jim Geduldick contributed to the show filming slo-mo scenes on the Phantom Miro.

Teil meiner woechentlichen Podcast Rotation, wie ja schon einmal angemerkt, ist The RC (Your guide to digital cinema, filmmaking and cutting edge imaging), eine Production des fxguide Teams. Waehrend die Episoden typischerweise einen recht starken technischen Anteil haben, so ist die Interview-Section eher reserviert fuer den Blick hinter die Kulissen von ausgewaehlten Prouktionen; das soll jetzt nicht heissen, dass technische Aspekte vollkommen ausgespart werden (im Gegenteil, wenn dies fuer die Realisierung des Projektes wichtig war, dann ist dies Teil der Diskussion), aber der Fokus liegt ganz klar auf dem Storytelling und dem kreativen Prozess. Eine Gelegenheit, bei welcher die verschiedenen Aspekte auf recht interessante Weise zusammenkam, war in Episode 117 (“Nurses, Judo and BMC”): im Interview mit Filmemacher Jim Geduldick wurde Blind Judoka vorgestellt, die mehrteilige Dokumentation ueber die amerikanische Athletin Jordan Mouton, welche nach dem Verlust ihres Augenlichtes fuer den Judo-Wettkampf bei den Paralympics zu trainieren. Waehrend dies zweifelsfrei eine bewegende menschliche Geschichte ist, sind hier auf die cinematographischen Aspekte nennenswert: durch Verwendung der Phantom Miro Kamera ist es gelungen die Trainings- und Kampfsequenzen bei extrem hohen Frameraten einzufangen, so dass diese bei anschliessendem Abspielen bei geringeren Geschwindigkeiten die Feinheiten in den Bewegungen sichtbar werden lassen. Wie von Jim angedeutet hat Judo durchaus ein etwas von Tanzen; das Gegen- und Miteinander der Kontrahenten beruht sehr stark auf einem Gefuehl fuer minimale Veraenderungen in der Koerperhaltung (und -spannung) des Gegenueber – im normalen Ablauf ist dies fuer den Betrachter kaum sichtbar, aber mit High-Speed Kameras aufgenommen laesst sich dies auf beeindruckende Weise sichtbar machen. Sehenswert!