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Mon, 24. September 2012 – 14:43

Also ich glaube es kommt sehr, sehr selten vor, dass ich von einem Film komplett enttaeuscht bin und nichts Positives an der Produktion finden kann; auch wenn ich mir durchaus gerne schon einmal B-Movies anschaue – bei welchem ich sicherlich nicht die gleiche Qualitaet erwarte wie beim einem Streifen, welcher mit einem 200 Millionen Dollar Budget arbeiten konnte – so wuerde ich Princess of Mars (2009) nicht einmal mehr in diese Kategorie einordnen wollen. Waehrend ich mich vielleicht noch dazu bewegen koennte den Film im Zuge eines Reviews bis zum Ende zu schauen, ist Julia schon vor der Haelfte ausgestiegen; kann ich ihr nicht ganz verdenken, denn alles was es bis zum den Zeitpunkt zu sehen gab waren

  • schlechte und keinesfalls ueberzeugende Schauspieler (warum man hier ausgerechnet Traci Lords als Prinzessin gewaehlt hat, will mir nicht so ganz einleuchten),
  • die anhaltende Aneinanderreihung von Szenen ohne deutlich erkennbaren Handlungsfaden,
  • billig und schlecht produzierte visuelle Effekte (und ich meine hier nicht ausschliesslich Spezialeffekte)

Ich haette mir dies sicherlich ersparen koennen, wenn ich beim Gang ueber den Flohmarkt direkt den Filmtitel in der IMDb nachgeschaut haette; da ich aber nicht rund um die Uhr und an jedem Ort eingeklinkt bin, war dies einfach mal eine Gelegenheitsanschaffung auf Verdacht. Beeinflusst war dies unter anderem von der Tatsache, dass ich erst kurz davor John Carter (2012) angeschaut hatte, ein Film welcher seit dem ersten Trailer auf meiner Wunschliste stand; insofern hatte ich wohl ein wenig die Vorstellung im Hinterkopf, dass es sich – wie dies ja immer wieder einmal der Fall ist – einfach nur um eine fruehere (und weniger aufwendigere) Verfilmung handeln wuerde (was es in gewisser Weise ja auch war). Wie sich mittels einer kleinen Recherche herausstellte, ist es anscheinend gerade diese Erwartungshaltung, welche sich die Produktionsfirma zu Nutzen macht, um ihre Produktionen unter das Volk zu bringen:

In 2007, similarities between the distributor’s titles and those of major studios were reported. For example, the film Transmorphers bears a number of similarities to the film Transformers, which was released theatrically two days after the release of Transmorphers. According to Latt, “I’m not trying to dupe anybody. I’m just trying to get my films watched. Other people do tie-ins all the time; they’re just better at being subtle about it. Another studio might make a giant robot movie that ties into the Transformers release and call it Robot Wars. We’ll call ours Transmorphers.” In 2008, 20th Century Fox threatened legal action against The Asylum over The Day the Earth Stopped, a film capitalizing on The Day the Earth Stood Still.

In May, 2012, Universal filed a lawsuit against Asylum for their film American Warships, claiming infringement on their movie Battleship.

So wie es aussieht steckt da also eine Methode hinter der Vorgehensweise.