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Wed, 10. October 2012 – 19:39

Es ist einer jener Filme, welcher schon lange auf meiner “Muss ich noch sehen” Liste stand – nach einem langen vor-mir-her-schieben, habe ich mir gestern endlich einmal noch Real Steel (2011) angeschaut. Im Grossen und Ganzen muss ich schon sagen, dass mir der Film recht gut gefallen hat, auch wenn er an der einen oder anderen Stelle Schwaechen aufweist. Einer der hingegen wirklich positiv herauszuhebenen Punkte ist, dass es im Gegensatz zu so manchen anderen Giant-Robots Filmen der letzten Jahre – z.B. Transformers – im Kern wirklich auch eine Geschichte zu erzaehlen gibt; ob das darin enthaltene Potential auch immmer realisisert wird steht zwar noch einmal auf einem anderen Blatt, aber grundsaetzlich waere da Material vorhanden, mit welchen man sich als Zuschauer identifizieren kann. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat Hugh Jackman, welcher in der Hauptrolle in der Lage ist zu zeigen, dass er nicht nur fuer reine Action-Spectacles a-la “X-Men” gut ist; dass einige Passagen dennoch ein wenig hoelzern wirken wuerde ich wahrscheinlich eher dem Script anlasten, denn ich habe da nicht unbedingt das Gefuehl, dass von der Seite aus Raum fuer feinere Toene gelassen wird. Ein wenig schade ist dies schon, denn grundsaetzlich wuerde ich schon sagen, dass in der Rolle mehr steckte, als es in dem Film zu sehen gab.

Was die mehr filmtechnischen Aspekte betrifft traf es sich sehr gut, dass ich noch Folge #134 der vfx-show in meiner Podcast-Liste hatte; so konnte mich recht zeitnah zum Anschauen des Filmes ein wenig ueber die Arbeiten hinter den Kulissen informieren. Auch wenn dies vielleicht nicht jedem so gehen mag, aber ich finde in keinster Weise dass diese Erlaeuterungen ueber wie alles gemacht worden ist etwas von dem Leinwand-Erlebnis wegnehmen – es sind vielmehr noch einmal zuzaetzliche Aspekte welche hinzukommen, so dass ich anschliessend immer den Drang verspuere den jeweiligen Film direkt noch einmal anzuschauen, um einen genaueren Blick auf all die technischen Feinheiten zu werfen, auf welche ich eher vielleicht weniger geachtet habe. Es beschraenkt sich aber eben nicht nur auf die technischen Aspekte, denn es gibt durchaus Referenzen, welchen es lohnt nachzugehen: jene koennen natuerlich auch einmal filmtechnischer Natur sein (z.B. eine bestimmte Art der Kamerafuehrung oder des Focus-Pulling), aber deutlich haeufiger handelt es sich um Aehnlichkeiten in Dramaturgie und/oder Storyline. Im Falle von “Real Steel” fiel mir eine Parallele als ganz offensichtlich auf (so dass ich nicht notwendigerweise die entsprechenden Kommentare im Rahmen der vfx-show benoetigt haette): die Art und Weise, wie die Runden (ueber die erste hinaus) im Boxkampf zwischen den Robotern inszeniert sind folgt ganz eng der von Rocky IV (1985) vorgelegten Choreographie. Auch wenn ich dies so aus dem Kopf nicht belegen koennte, so wuerde es mich nicht wundern, wenn es waehrend dieser Sequenz sogar im Dialog Referenzen zu dem frueheren Film gibt.