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Thu, 11. October 2012 – 15:04

Ich denke mal, dass es durchaus an der Zeit ist, die vor einer Weile begonnene Serie mit HDR Bildern aus Bonn und Umgebung fortzusetzen. Da ich im Anschluss an eine Exkursion ja typischerweise mit einer ganzen Sammlung an Aufnahmen zurueckkomme, sammelt sich da durch einiges an Material an, so dass ich damit gleich mehrere Eintraege fuellen kann (zumindest dann, wenn ich nicht einfach nur die Bilder in die Runde werfen, sondern auch ein wenig dazu schreiben will).

Alter Friedhof

Der Alte Friedhof in Bonn wurde 1715 angelegt. Er war der erste Friedhof außerhalb der Bonner Stadtbefestigung. Heute befindet sich die Anlage im Zentrum der Stadt und ist von Verkehrsflächen, Wohn- und Geschäftshäusern umgeben. Der Friedhof ist ein Ort, in dem sich die Geschichte der Stadt seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts sowie Baustile und Stilepochen seit dem Barock widerspiegeln. Zahlreiche Prominentengräber sowie Grab- und Denkmäler bedeutender Künstler machen die Bonner Begräbnisstätte zu einem der berühmtesten Friedhöfe in Deutschland. Er wurde deshalb als besonders sehenswert in das Ensemble der Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen.

Wer ein wenig in Bonn umhergelaufen ist, duerfte mit ziemlicher Sicherheit auf den Alten Friedhof in der Naehe des Stadthaus gestossen sein; auch wenn man vom Bertha-von-Suttner Platz in Richtung Victoriabruecke faehrt, duerfen die dicken Mauer entlang der Strassenseite ins Auge fallen. Vergleichbar dem Poppelsdorfer Friedhof ist der Alte Friedhof in Naehe des Stadtzentrums ein kleines Juwel: obwohl von drei Seiten durch Strassen umgeben, wird man schon nach wenigen Schritten von Ruhe umgeben, so dass man sich wie auf einer ruhigen Inseln umgeben von einer unruhigen See vorkommt. Dies macht es dann auch moeglich sich in besonderer Weise auf die Architektur und Gestaltung einzulassen. Ich muss immer feststellen, dass gerade aeltere Friedhoefe gerade vom photographischen Standpunkt her wirklich viel zu bieten haben: gerade was die Kombination an Materialien (Stein, Metall, Holz) in unterschiedlichsten Zustaenden (mal neu, mal komplett vom Rost zerfressen) betrifft, gibt es einfach Unmengen an Details, an welchen man sich abarbeiten kann. Dazu kommt dann auch noch dass die Bepflanzung mitunter ueber ein Jahrhundert an Ort und Stelle steht, so dass man auch von der Seite her ein Gefuehl vermittelt bekommt, dass hier ein Stueck weit fuer die Ewigkeit geplant wurde. Was ich allerdings immer wieder ein wenig erschreckend finde, ist von welche schlechter Qualitaet die meisten Photographien sind, welche man online finden kann (und da macht Wikipedia leider keine Ausnahme); nachdem ich nun seit einer Weile aber begonnen habe zu entdecken, wie sehr sich HDR als Aufnahmetechnik fuer das Herausarbeiten von Details eignet, versuche ich nach und nach eine Sammlung an Bildern aufzubauen, welche ich dann zu einem spaeteren Zeitpunkt einbringen kann.