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Mon, 15. October 2012 – 14:42

Wer ein wenig das ganze Hin und her rund um WikiLeaks und ihren Gruender verfolgt hat, der hat in der Vergangenheit sicherlich schon so manches Mal den Kopf schuetteln muessen – da machen auch die aktuellsten Meldungen keine Ausnahme. So meldet Heise News heute Morgen, dass es nun wohl zu einem Verwuerfnis zwischen WikiLeaks und der Hacker-Gruppe “Anonymous” gekommen ist:

Die Hacker-Gruppe “Anonymous” hat sich von Julian Assange und seiner Enthüllungsplattform WikiLeaks losgesagt. In einem auf Pastebin veröffentlichten offenen Brief warfen die einstigen WikiLeaks-Unterstützer Assange vor, nicht mehr die ursprüngliche Idee zu verfolgen, nämlich geheime Regierungs- und Unternehmensinformationen zu veröffentlichen. Alles drehe sich nur noch um seine Person.

Eine Reaktion hierauf hat nicht lange auf sich warten lassen:

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange hat sich mit einem via Twitlonger veröffentlichten Statement gegen die Vorhaltungen von Anonymous gewehrt und die Spendenpraxis von Wikileaks verteidigt. Assange erklärt darin, Anonymous sei vom FBI unterwandert worden und die bewusst störende Wikileaks-Werbung sei notwendig, weil die auflaufenden Kosten einen ungeahnten Höchststand erreicht hätten.

Nuun kann man sicherlich keiner der an dieser Auseinandersetzung beteiligten ohne Kritik gegenueberstehen; was aber in der Reaktion recht deutlich klar wird – und dies deckt sich durchaus mit frueheren Geschehnissen – ist dass Assange mittlerweile einen ziemlichen starken Personenkult betreibt, welcher mit einer zunehmenden Verzerrung der Realitaet um ihn herum einhergeht. Nun wird es sicherlich immer noch ausreichend Menschen geben, welche ihm das Image als unschuldig von den Maechtigen Verfolgten abkaufen, aber vor allen Dingen in den Reihen der Whistleblower-Bewegung scheint es doch eher duenn um ihn herum zu werden.