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Mon, 21. January 2013 – 19:47

Da der erste Arbeitstag hierbei SRON sich langsam dem Ende neigt – aber keine Sorge, ich bin durchaus noch eine Weile hier – macht es vielleicht Sinn ein paar der wesentlichen Stationen des heutigen Tages Revue passieren zu lassen. Dazu gehoert vor allen Dingen natuerlich die Planaenderung am fruehen Morgen, aufgrund welcher ich quer durch die Niederlande getingelt bin:

Ermittelte Abweichung

Im Nachhinein waere ich wahrscheinlich sogar schneller hier in Utrecht eingetroffen, wenn ich eben nicht versucht haette mich moeglichst schnell durchschlagen; die alternative Route via Aachen brachte aufgrund der Wetterlage ihre eigenen Probleme mit sich, welche sich insgesamt so aufsummierten, dass ich einfach auf die naechste ICE Verbindung haette setzen koennen. Aber gut, das laesst sich ja nicht wirklich im Voraus sehen – zumal wenn sich die Verkehrslage derart im Fluss befindet, wie dies am heutigen Tage der Fall war.

Durchaus bezeichnend war dabei auch der Zwischenfall in Aachen: nachdem zunaechst der Hinweis ueber den Triebwagenwechsel auf der Anzeige auftauchte, konnte man durchaus davon ausgehen, dass es unterwegs technische Probleme gegeben hat, so dass a) der Wechsel ueberhaupt noetig wurde und b) der einfahrende Zug mit Sicherheit langsamer unterwegs war. Womit ich nun aber nicht unbedingt gerechnet haette, war, dass nachdem der neue Triebwagen angekoppelt war, es noch einmal zehn Minuten dauern wuerde, ehe eine Durchsage kommt, dass eben dieser Ersatztriebwagen auch einen Defekt hat, so dass alle Reisenden mit dem alleinig verbleibenden Wagen Vorliebe nehmen muessten. Aber gut, vielleicht war ich zu diesem Zeitpunkt immer noch gewillt zu glauben, dass ich es schon irgendwie schaffen wuerde doch den Reiseplan einzuhalten…

Map of Utrecht with location of SRON

Einmal in Utrecht angekommen ging alles vergleichsweise einfach: da das Institut ja durchaus ein Stueck weiter ausserhalb liegt, habe ich mir einen der Busse geschnappt. Ohne Gepaeck koennte man ueberlegen sich zu Fuss an die Strecke zu machen, aber ich denke mal eine Stunde muesste man dafuer wahrscheinlich schon einkalkulieren – mit Gepaeck stellte sich eine solche Frage erst garnicht.

Im Institut angekommen wurde ich bereits an der Rezeption erwartet; da ja schon eine Weile klar war, dass ich heute hier auftauchen wuerde, waren schon ein paar der notwendigen Vorbereitungen getroffen. Was sich hinwieder nicht vorbereiten laesst ist das Rundlaufen und Leute treffen; das habe ich nach dem Mittagessen zusammen mit Richard erledigt, welcher mir eine Reihe der Leute vorgestellt hat, mit welchen ich es in Zukunft zu tun haben werde. Ansonsten ging es dsnn darum mich IT-maessig hier einzurichten; dabei merkt man doch, dass es sich bei SRON eben um ein groesseres Institut hat, welches ueber eine entsprechende Infrastruktur verfuegt, welche auch vom notwendigen Personal gepflegt wird. Vieles dabei laesst in der Tat Erinnerungen an ASTRON hochkommen, auch manches hier einfach ein wenig belebter wirkt (da macht sich vielleicht doch bemerkbar, dass SRON eben mit in den Universitaets-Campus eingebunden ist und nicht abgelegen im Wald fernab aller Zivilisation liegt). Es ist sicherlich nicht zu erwarten, dass ich an einem Nachmittag mit allem hier vo Ort vertraut werde, aber ich kann mir gut vorstellen, dass dies kommen kann; immerhin atme ich ein Stueck weit innerlich auf, weil dies einfach eine Umgebung ist, mit welcher ich mich wieder identifizieren kann. Ich werde hier sicherlich noch eine ganze Menge zu lernen haben (was aber auch sehr gut ist, weil dies einfach eine Herausforderung bedeutet), aber die starke technische und naturwissenschaftliche Ausrichtung ist etwas, das mir ganz klar gefehlt hat. Da werde ich also diese Woche schauen, wie ich meine ersten Schritte in die neuen Aufgaben hinbekomme – verspricht in jedem Fall spannend zu werden…