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Tue, 05. February 2013 – 07:04

Es ist mal wieder soweit: anlaesslich des Super-Bowl gibt es wieder einen Regen an Werbespots, welche speziell fuer diesen Anlass erstellt wurden und dementsprechend aufwendig gestaltet sind. Bedenkt man, dass das Event ueber die hoechsten Einschaltquoten ueberhaupt in den Vereinigten Staaten verfuegt, dann duerfte nicht verwundern, warum die 30 Sekunden dauernden Slots fuer Millionensummen ueber die Theke gehen. Der wirklich positive Effekt: die ausgestrahlten Werbungen sind speziell fuer den Anlaess produziert und sehr aufwendig gestaltet. So kommt es dann auch, dass sich auf fxguide.com in regelmaessigen Abstaenden Besprechungen der Spots befinden, in welcher die darin abgelieferte VFX Arbeit analysiert wird - den Start in die aktuelle Ausgabe macht der Artikel The best of the Super-Bowl Spots, Part 1.

Waehrend die Beitraege auf fxguide.com naturgemaess mehr auf die technischen Aspekte bei der Erstellung der Werbespots eingehen, kommt natuerlich auch das Endresultat nicht zu kurz; in den meisten Faellen ist das Video mit in den Artikel eingebettet, ansonsten findet sich zumindest ein Link auf der Seite, so dass man sich die laengere Suche sparen kann. Was mir an dieser Stelle erwaehnenswert erschien ist ein Spot mit dem Titel “Space Babies”:

Never work with babies and animals, they say, but in Kia’s Sorento Limited Super Bowl spot this year, there are plenty of both. Titled “Space Babies”, the TVC from agency David&Goliath was directed by Jake Scott (RSA), with visual effects by Method Studios.

Die erzaehlte Geschichte ist eine sehr witzige Variante zum Umgang mit der “Papa, wo komme ich eigentlich her?” Frage, welche visuell einiges zu bieten hat; bedenkt man, dass die Spots auf 30 Sekunden begrenzt sind, so ist dies ein sehr schoenes Beispiel dafuer, wie auch innerhalb dieser kurzen Zeite eine spannende Geschichte erzaehlen kann. Was ich allerdings bezeichnend fand – und dies wird hier eher humoristisch angeschnitten – war die Art und Weise, wie der Spot endet: nachdem Vater eine ausschweifende Geschichte erzaehlt hat, wie die Babies von einem eigenen Planeten an ihre Familien zugestellt werden (da ist der Storch regelrecht altmodisch gegen), ist der Sohnemann nicht so wirklich ueberzeugt und merkt an, dass er aber von jemand anderem gehoert haette, dass dies etwas mit dem Verhalten der Eltern zu tun habe. Was darauf folgt ist eine Reaktion, wie die clichehafter nicht ein koennte: sowohl Mutter als auch Vater sind zutiefst erschrocken… und starten umgehend eine Ablenkungsaktion. Man muss jetzt vielleicht nicht allzu viel in einen solchen Werbespot hineininterpretieren, aber ich denke mal in dem, was da gezeigt wird ist mehr als nur ein kleiner Funke Wahrheit – und dies in den Vereinigten Staaten sicherlich noch einmal mehr, als dies in anderen Regionen der Welt zutrifft.