{title:}

Mon, 18. March 2013 – 21:46

Auch wenn dies sicherlich nicht die tollste Sache war, so habe ich doch den Trip am heutigen Morgen recht gut ueberstanden. Keine Frage: wenn ich vor die Wahl gestellt werde mit dem Auto oder mit dem Zug unterwegs zu sein – vor allen Dingen auf so einer laengeren Strecke – dann weiss ich eindeutig, was ich vorziehe. Rein von der Reisezeit her bringt es keinerlei Vorteile (vielleicht wenn man mitten in der Nacht unterwegs ist und mit Bleifuss auf dem Pedal durch die Dunkelheit brettert), so dass damit das einzige Argument wegfaellt, welches ich eventuell noch akzeptieren wuerde. Noch viel entscheidender ist fuer mich aber der Umstand, dass ich mich im Zug eben nicht um das Fahren kuemmern muss: einfach einsteigen, einen Platz suchen und dann in Ruhe lesen, schreiben, arbeiten, bis der Zug in den Zielbahnhof einfaehrt (da muss man dann allerdigs schon ein wenig drauf aufpassen, denn ansonsten kann es einem passieren, dass man vor lauter Beschaeftigung den Ausstieg verpasst). Naja, der heutige Trip war eine Sonderaktionaktion – ab der kommenden Woche geht es wieder auf die Gleise…

Was war nun mit der Fahrt selber? Ging eigentlich recht gut, auch wenn es sicherlich besser gewesen waere, wenn ich wenig frueher aus Bonn weggekommen waere. Aber da ich ja nicht zu einem festen Zeitpunkt am Bahnsteig stehen musste (wie dies die letzten Wochen ja immer der Fall war), erforderte es ein wenig mehr Selbstdisziplin in die Poette zu kommen. Aus den anvisierten halb sechs ist dann kurz nach sechs geworden, was dazu fuehrte, dass ich noch einiges von dem Stau hinter Koeln mitbekommen habe (ich frage mich allerdings des dort herrschenden Verkehrs, zu welcher Tageszeit man da ueberhaupt einigermassen durchkommt). Wie oft ich da zwischendurch immer wieder im ersten Gang mitten auf der Autobahn anfahren musste weiss ich leider nicht mehr, aber ich konnte bei dem Blick auf das GPS foermlich mit ansehen, wie sich die Ankunftszeit permanent weiter nach hinten heraus verschob. Ein wenig hinter Grenze (am Autobahnkreis Arnhem-Noord) hat es mich dann noch einmal erwischt – diesmal Stop-and-Go auf niederlaendisch (was aber auch nicht so sonderlich viel anders ist als die deutsche Variante). Endlich hier in Utrecht eingetroffen bin ich dann so gegen zwanzig nach neun…