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Sat, 20. April 2013 – 00:24

Also ich kann jetzt nicht unbedingt behaupten, dass mich dies umgehauen hat: statt mich alleine auf das Hoeren von Nachrichten zu beschraenken habe ich endlich wieder die diversen Hoerbucher in Angriff zu nehmen. Auch wenn es da noch einige Serien gibt, welche ich fortsetzen muss – in erster Linie fallen mir das die Dresden Files ein, wo ich irgendwo in Buch vier haengen geblieben bin – so fiel fuer die Neustart die Wahl zunaechst einmal auf den ersten Band der Percy Jackson & The Olympians Reihe: The Lightning Thief.

Twelve-year-old Percy Jackson is on the most dangerous quest of his life. With the help of a satyr and a daughter of Athena, Percy must journey across the United States to catch a thief who has stolen the original weapon of mass destruction – Zeus’ master bolt. Along the way, he must face a host of mythological enemies determined to stop him. Most of all, he must come to terms with a father he has never known, and an Oracle that has warned him of betrayal by a friend.

Klingt grundsaetzlich ja ganz nett und klingt ein wenig nach einer amerikanischen Variation von Harry Potter. Auch wenn ich bisher noch keinen Hinweis dazu gelesen hat, in wie weit die Erfolgsgeschichte des britischen Zauberlehrlings Author Rick Riordan inspiriert hat, so laesst sich dieser Vergleich mit Sicherheit nicht vermeiden. Und wenn man da einmal beginnt Parallelen zu ziehen, dann finde ich schneidet die in die Moderne (und natuerlich nach Amerika) verpflanzte griechische Mythologie nicht sonderlich gut ab: vieles kommt mir sehr an den Haaren herbeigezogen und erzwungen vor. Damit wir uns hier nicht missverstehen: ich habe nichts gegen fantastische Welten – was ich aber dann schon erwarte ist, dass diese eine gewisse innere Konsistenz aufweisen. Eine Welt mit doppelter Schwerkraft… kein Problem. Eine Welt in welcher die Seele der Menschen sich in Tierform ausserhalb des Koerpers manifestiert… The Golden Compass hat dies sehr gut vorgemacht. Eine Parallelwelt, in welcher Zauberer und Hexen ausserhalb der Wahrnehmung Normalsterblicher interagieren… “Harry Potter” kommt hier mit einem ziemlich guten Vorschlag, wie dies aussehen koennte. Olympus, den Herrschaftssitz der Goetter aber in die 600. Etage des Empire State Buildings zu verlegen und den Hades in ein Plattenstudio in L.A. zu verlegen – das klingt mir einfach viel zu clichehaft, als dass ich mich da dauerhaft drauf einlassen koennte.

Schaut man sich die Art und Weise an, in welcher sich Sagengestalten unerkannt unters Volk mischen, dann kommt einem ganz klar wieder Harry Potter in den Sinn: hier sind es ja schliesslich die Zauberer welche Grenzgaenger zwischen den Welten sind… auch wenn so simple Dinge wie das U-Bahn fahren schon eine Herausforderung darstellt. Ich habe durchaus einige Zeit damit verbracht mit einer Idee zu kommen, wie sich vielleicht einige der Schwachpunkte eliminieren liessen – eine wirklich zufriedenstellende Loesung ist mir aber bisher noch nicht eingefallen. Gut, ist vielleicht auch nicht meine vorrangige Aufgabe. Erstaunlicherweise aber haben die Buecher gleiche eine ganze Reihe an Preisen abgeraeumt und nach Percy Jackson & the Lightning Thief (2010) ist auch schon die Verfilmung des zweiten Buches in vollem Gange.