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Tue, 07. May 2013 – 17:59

Da scheint wohl die Nachfrage einfach deutlich groesser zu sein, als der im Lande verfuegbare Anbau:

Wer in Deutschland Obst, Gemüse oder Fleisch mit Bio-Siegel kauft, bekommt dabei immer häufiger auf Produkte aus dem Ausland. Die Importquote steigt rasant, weil die Flächen für ökologischen Landbau in der Bundesrepublik langsamer wachsen als die Nachfrage. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die im Auftrag der Grünen erstellt wurde.

Waehrend dies fuer sich genommen jetzt vielleicht nicht so sonderlich die Ueberraschung war, fand ich die ein wenig weiter unten in dem Tagesschau-Artikel aufgefuehrte Tabelle deutlich interessanter:

Veränderung der Öko-Anbaufläche

Na, wer ist bei dieser Auflistung wohl an letzter Stelle? Die Niederlande. Jetzt weiss ich natuerlich nicht, wie diese Uebersicht aussehen wuerde, wenn man weitere Laender hinzunehmen wuerde, aber ich finde es schon einmal bezeichnend dass ausgerechnet das Land, welches immer wieder als Herkunft diversester Obst- und Gemuesesorten angegeben wird eher ruecklaeufige Zahlen in Sachen oekologische Landbauflaechen vorzuweisen hat. Gut, wenn ich mich hier in den Laeden umschaue, dann faellt schon auf, dass in Deutschland die Auswahl doch ein gutes Stueck groesser ist; sicher, Obst und Gemuese gibt es hier in ausreichenden Mengen, aber wenn ich mir die Produkte so anschaue, dann habe ich manchmal das Gefuehl es mehr mit einem Designerprodukt zu tun zu haben, denn mit etwas, dass auf (einigermassen) natuerliche Weise gewachsen ist.