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Wed, 15. May 2013 – 23:30

Da bin ich doch nicht mehr rechtzeitig aus dem Insitut weggekommen, um die letzte 71 in Richtung Hoograve zu kriegen… Ich hatte zwar die ganze Zeit die Uhr im Blick, aber ich hatte ja eigentlich noch darauf gehofft, dass der Transfer von Daten aus den Charakterisierungsmessung fuer den SWIR Detektor – welche derzeit bei SRON im Labor laufen – noch fertig werden wuerde. Auch wenn 28 GB bereits an Bord sind, so bin ich immer noch nicht durch, so dass ich morgen die Uebertragung noch einmal weiter laufen lassen muss (das mache ich dann aber lieber vom Institut aus, denn fuer das WLAN hier in der Wohnung waere dies wohl ein wenig viel des Guten). Wie dem auch sei: der ganze Prozess zog sich ziemlich in die Laenge, waehrend ich gleichzeitig noch damit beschaeftigt war ein paar Aenderungen am Code vorzunehmen. Und wo ich schon einmal dabei war… die Zugtickets fuer morgen und die kommende Woche waren immer noch nicht ausgedruckt, so dass ich dies noch schnell nachgeholt habe. Worauf dies dann hinauslief war, dass ich viel zu spaet das Institut verlassen habe und daher leider auf dem zur Haltestelle von dem Bus ueberholt wurde.

Da ich also nicht auf dem direkten Wege nach Hause fahren konnte, habe ich mich fuer die naechstbeste Variante entschieden, naemlich mit der Linie 11 ins Zentrum zu fahren. Von dort aus gab es dann die Moeglichkeit entweder in die Linie 1 zu huepfen oder aber zu Fuss zu laufen – angesichts der Lichtverhaeltnisse habe ich dann die letzte der beiden Varianten vorgezogen. Wie sich herausstellte war dies eine gute Idee: da ich ja immer wieder neugierig bin die Stadt zu erkunden, habe ich einfach mal zu Abwechslung halber einen bisher unbekannten Ausgang auf der Rueckseite des Hauptbahnhofs eingeschlagen (Busstation West) und mich dann parallel zu den Bahngleisen gehalten. Auf diese Weise bin ich dann auf einen kleinen Park aufmerksam geworden, an welchem ich schon einige Male mit dem Bus vorbeigefahren bin, ohne diesen auch nur einmal wahrgenommen zu haben; mit der untergehenden Sonne im Ruecken leuchtete mir ein breites Farbband entgegen, welche ich sofort als Graffiti identifiert habe. Wirklich nahe ran an die Werke konnte ich leider nicht, weil zwischen den bespruehten Waenden und mir ein Kanal lag, ueber welchen ich in der sichtbaren Umgebung leider keine Bruecke ausmachen konnte. Also habe ich mir das 70-200mm f/2.8G geschnappt und es aus der Ferne versucht: klappte eigentlich recht gut, denn auch wenn ich naeher heran gekonnt haette, waere kaum eine andere Komposition moeglich gewesen, da die meisten der Graffiti in einem sehr laenglichen Format daherkamen.

Graffiti in Utrecht

Bisher habe ich mich ja noch nicht ueber die Massen hier in Utrecht umgetrieben – was sicherlich auch dem Umstand geschuldet ist, dass ich eben an den Wochenenden nicht vor Ort bin, wo ich ansonsten ja mal fuer Stunden losziehen koennte, wie ich dies z.B. in Amsterdam gemacht habe – aber es ist doch schon einmal gut zu sehen, dass es hier in Sachen Streetart durchaus Interessantes zu entdecken gibt. Was mich bei allem, was ich so im Rheinland habe finden koennen, immer wieder stoert, dass es sich bei den Graffiti vor allen Dingen nur um Schriftzuege handelt – aufwendig gemachte Bilder scheinen da doch eher die Seltenheit zu sein (auch wenn ich mich diesbezueglich gerne eines besseren belehren lassen wuerde). Hier in den Niederlanden (vor allen Dingen im westlichen Teil des Landes) wird man doch viel schneller fuendig, was grossangelegte Bilder betrifft; sicher, es bedarf natuerlich auch der notwendigen Flaeche, auf welcher man diese anbringen kann, aber generell finde ich wird hier einfach mehr geboten (das habe ich ja sogar vor zwei Jahren beim Besuch von ProgPower Europe in Baarlo erfahren koennen). Der Haken bislang war allerdings, dass ich hier in Utrecht noch nicht die entsprechenden Ecken finden konnte… scheint aber, dass ich mit dem heutigen Abend einen Schritt weiter gekommen bin, um diese Luecke zu schliessen.