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Sat, 18. May 2013 – 12:20

Also manchmal frage ich mich schon, was derartige Vorschriften sollen:

Die EU verbietet ab 2014 offene Olivenöl-Kännchen in Restaurants. Die vier größten Produzenten von Olivenöl in der EU dürfte es freuen - sie hatten das Verbot gefordert.

“Die Vorschriften besagen: Restaurants müssen Flaschen verwenden, die nicht wieder nachgefüllt werden können, und mit besonderen Verschlüssen”, so Sprecher Oliver Drewes. “Und natürlich gehört auf so eine Flasche auch ein Etikett, dem genau zu entnehmen ist, ob das Öl nun wirklich kaltgepresst ist und extra nativ.”

Das, so der Kommissionssprecher, sei doch eine gute Nachricht für die Verbraucher in Europa: “Denn vom 1. Januar des nächsten Jahres an werden wir sicherstellen, dass wir die Qualität und die Herkunft des Olivenöls garantieren können”, so Drewes.

In wie weit dies wirklich vorrangig zum Schutz des Verbrauchers ist, darueber mag man durchaus geteilter Meinung sein; fuer mich klingt dies einfach wieder einmal zu sehr danach, als muessen die angeblichen Verbraucherrechte fuer etwas ganz anderes herhalten, in diesem Fall wirtschaftliche Interessen der Oelhersteller. Da es ja wenig Sinn macht 1 Liter Flaschen auf die Tische zu stellen, wenn sich diese anschliessend nicht mehr weiterverwenden lassen, ist durchaus ein Anstieg bei kleineren Abfuellungen denkbar: dass dies dann aber in Bezug auf Gefaessmaterial gegen Inhalt deutlich unguenstiger wird duerfte sich wohl recht einfach nachvollziehen lassen. Darueber hinaus wuerde ich mal stark vermuten dass auch die energetische Bilanz pro Liter Oel keinesfalls guenstiger ausfallen wird, wenn ich einfach mehr Behaeltnisse fuer die gleiche Gesamtmenge an Oel herstellen muss.