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Thu, 06. June 2013 – 19:03

Gestern Abend war es wieder soweit: nach meinem ersten Besuch eines Nachbarschaftsabend im Rotslab bei mir in der Naehe, stand gestern noch einmal ein Termin im Kalender. Aufgrund der anstehenden Sommerferien wird es wohl im Juli und August keine vergleichbaren Veranstaltungen geben – Grund genug also vor dieser Pause noch einmal alle Interessieren ins Haus zu holen. Auch wenn es dessen nicht gebraucht haette, um an dem Abend wieder reinzuschauen, so waren Angebot/Anfrage fuer eine kurze Praesentation sicherlich noch einmal eine zusaetzliche Motivation den Abend nicht zuhause zu verbringen (auch wenn ich diesmal ein wenig frueher zurueck war als beim letzten Mal).

Miniatures

Das ein wenig uebergreifende Thema an diesem Abend war Miniature Street Art: dabei handelt es sich um das Erstellen – und anschliessend Platzieren in einer entsprechenden Umgebung – von miniaturisierten Skulpturen. Dabei kann es sich einfach nur um einzelne Figuren handeln oder recht komplexe Szene, welche sich aufgrund ihrer Groesse in einem Blumentopf oder zwischen Grashalmen verstecken lassen. So wie dies im Zuge der Einleitung fuer den praktischen Teil des Abends erklaert wurde – diese Aufteilung scheint sich mittlerweile etabliert zu haben – geht es eben nicht nur darum, diese miniaturisierten Szenen zusammenzubauen, sondern fester Bestandteil ist auch das anschliessende photographische Dokumentieren der Installation. Die Macher im Rotslab haben da durchaus schon eine Reihe von Ideen, welche sie realisieren wollen: dazu gehoert das Erstellen einer GPS-gestuetzten Miniatur-Kunst Wanderroute, welche zunaechst einmal durch Hoograve verlaufen soll, sich dann spaeter aber ausweiten liesse. Fuer jedes aufgestellte Kunstwerk gibt es dann GPS-Koordinaten, Umgebungs- und Detailbilder, welche ueber eine Website und eine Handy-App abrufbar sind; die Aufnahmen von der weiteren Umgebung sollen beim Finden des Kunstwerkes vor Ort helfen (schliesslich reden wir hier von einem Objekt, welches im besten Fall wenige Zentimeter gross ist), die Detailbilder sind dann eher als erzaehlerisches Element gedacht. Gerade der letzte Punkt stellt von der photo-technischen Seite her eine Herausforderung dar, welche ich beschlossen habe so zu loesen, dass ich mir damit einen weiteren Bereich an Motiven zugaengliche machen kann.

3D printer

Was die Figuren, Utensilien und Ausruestungsgegenstaende betrifft, gibt es zwei grundsaetzliche Wege, welche man gehen kann: Miniaturen kaufen oder selber herstellen. Entscheidet man sich fuer die letztere der beiden Varianten (was bei so einer Einrichtung wie dem Rotslab natuerlich hahe liegt), dann kann man sich immer noch ueberlegen, ob eher die manuelle Herstellung (z.B. aus Plastilin) vorzieht oder von der technischen Infrasstruktur des Labs Gebrauch macht. Wenn man ja schon mal einen 3D-Drucker zur Verfuegung hat, kann man diesen durchaus dafuer verwenden, alle Bestandteile so einer Miniaturszene von Grund auf zu erschaffen: wenn man genau hinschaut, laesst sich erkennen, wie langsam eine Figur von Fuss bis Kopf entsteht.