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Wed, 07. August 2013 – 19:14

Da ist es nun vorbei – nach der Nachricht vor ein paar Wochen ueber die Krebserkrankung und der dramatischen Verschlechterung im Laufe der letzten Tage, ist Spike heute Mittag um kurz nach ein Uhr eingeschlafen. Sehr traurig.

Spike (1999-2013)

Ueber Jahre hinweg war dies ein zotteliger Wegbegleiter, welcher sich nur schwer aus dem Leben wegdenken liess. Auch wenn es mich selber einiges an Zeit gekostet hat, ehe wir es geschafft haben miteinander warm zu werden, so stellt dieser Abschied schon einen deutlichen Einschnitt dar. Schon ueber das Geburtstagswochenende hinweg war nicht klar, ob ich Spike noch einmal sehen wuerde: wie dies bei so einem Krebgeschwuer leider nun einmal der Fall ist, breitet sich dieses recht schnell aus. Nicht nur dass das Laufen kaum noch funktionierte, sondern durch das Geschwuer am Hals wollte es auch mit der Nahrungs- und Fluessigkeitsaufnahme nicht mehr so richtig klappen. Dennoch ist Einschlaefern keine Entscheidung, welche leicht gefaellt ist; natuerlich moechte man dem Hund unnoetiges und unverhaeltnismaessiges Leiden ersparen, aber die Hoffnung, dass er vielleicht doch noch friedlich von alleine einschlaeft haelt sich recht lange. Nachdem wir den Hund am Wochenende noch einmal in das Bakfiets gepackt und durch die Gegend gefahren haben (mit dem Laufen laengerer Strecken war einfach nicht mehr), scheint sich der Zustand Montag und Dienstag so weit verschlechtert zu haben, dass an Aufstehen ueberhaupt nicht mehr zu denken war. So kam es dann auch, dass Julia gestern Nachmittag schweren Herzens einen Termin mit der Tieraerztin fuer heute ausgemacht hat.

Auch wenn ich seit dem Antreten meiner Stelle hier in Utrecht nicht mehr jeden Tag zuhause in Bonn bin, so wird dies schon eine merkbare Umstellung sein. Ich meine damit nicht unbedingt, dass man aus jeder nur erdenklichen Ecke Hundehaare hervorziehen kann, sondern es ist eben ein Lebewesen, welches nun nicht mehr da ist. Da kann man sich eine Weile auf das Unvermeidliche vorbereiten, aber es ist doch schon traurig, wenn der Abschied dann gekommen ist.

Was bleibt also? Eine Mengen an Erinnerungen an die vielen Momente, an welchen unserer zotteliger Mitbewohner das Lebens bereichert oder erschwert hat. Daneben existiert zumindest seit 2008 eine Sammlung an Bildern, welche bei unterschiedlichsten Gelegenheiten aufgenommen wurden, welche hoffentlich auch ein wenig dazu beitraegt Dinge im Gedaechtnis zu behalten.

Spike (1999-2013)