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Tue, 13. August 2013 – 13:38

Als ich diese Ueberschrift gelesen habe, bin ich natuerlich hellhoerig geworden. Als regelmaessiger und eigentlich auch recht begeisterter Benuzter oeffentlicher Verkehrsmittel, finde ich die Vorstellung einer grossflaechigeren Schliessung von Schienennahverkehr natuerlich alles andere als lustig.

Veraltet, verschlissen, heruntergekommen: So präsentieren sich viele U-Bahnen in NRW. Die nötigen Sanierungen kosten Milliarden. Doch die Kommunen haben kein Geld. Sogar das völlige Aus steht im Raum.

Wie der WDR Beitrag weiter ausfuehrt, ist es die Frage der Finanzierung, welche nur unzureichend beantwortet werden kann und daher Kommunen recht drastische Gedankenspiele veranstalten laesst:

Bröckelnder Beton von den Decken, kaputte Rolltreppen und Aufzüge sowie veraltete Bahnen auf holpernden Gleisen: Die Stadt Mülheim ist mit ihren Problemen kein Einzelfall. Laut den Berechnungen einer ÖPNV-Expertenkommission müssen bis 2016 rund 1,1 Milliarden Euro aufgebracht werden, um die U- und Straßenbahnsysteme in NRW zu erneuern. Zwischen 2017 und 2025 sollen es noch einmal weitere zwei Milliarden sein. Bezahlen müssen das die Kommunen und Verkehrsunternehmen - die meisten chronisch unterfinanziert oder pleite.

Ok, ich denke mal nicht, dass dies bedeutet, dass die diversen Bahnen im Bonner Umfeld direkt in Gefahr sind – schliesslich ist der Anteil an unterirdischem Verkehr recht ueberschaubar – aber gerade fuer groessere Staedte ist dies sicherlich ein ernst zu nehmendes Thema.