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Sat, 14. September 2013 – 23:25

Nein, nein, das sind jetzt nicht die Nebenwirkungen meiner derzeitigen Stephen King Lektuere… wir waren einfach nur am heutigen Tag wirklich sehr lange auf den Fuessen, um eine grosse Umrundung des Weissensee zu wagen. Zumindest einen Teil der Strecke hatten wir ja bereits am Dienstag absolviert: vor die Wahl gestellt Ortsee am Ostende des Sees via Schiff oder zu Fuss zu erreichen, haben wir uns fuer die Wander-Variante entschieden. Nach Ruecksprache mit Georg (unserem Gastgeber) haben wir noch eine kleine Korrektur vorgenommen, was die extakte Route betraf: statt bis auf 1852m hinauf ueber den Laka zu laufen, haben wir uns lieber fuer den Weg entlang des Tscherniheimer Bach entschieden – eine sehr gute Wahl, wie sich im Laufe des Tages herausstellte.

Bevor es allerdings richtig losgehen konnte, haben wir noch einmal eine Reihe von Aufnahmen vom Stampferhof gemacht; waehrend wir an den letzten Tagen fast ausschliesslich bewoelkten Himmel hatten, gab es heute einmal die Gelegenheit die ganze Szenerie auch ohne Wolken einzufangen (dem Bilderbuch-Look wegen). Mittlerweile kommt da eine recht ansehnliche Sammlung zusammen, welche doch deutlich anders aussieht als das Bildmaterial, welches sich ansonsten so von dem Hof finden laesst.

Stampferhof

Da wir den ersten Teil der Strecke bin hin zum Ostende des Sees schon einmal gelaufen waren – mit diversen Zwischenstops – sind wir diesmal recht zuegig durchgelaufen. Das hat uns allerdings nicht davon abgehalten eine kleine Rast auf einer Wiese nahe am See einzulegen; die hoelzernen Liegen, welche zwischen den Baeumen aufgehangen waren, hatten uns schon beim ersten Mal neugierig gemacht, nur blieb da leider keine Zeit diese anzutesten (weil wir die letzte Faehre zurueck nach Neusach kriegen wollten). Heute aber war es so wunderbar sonnig, das wir einfach nicht widersehen konnten: da koennte man es wirklich eine ganze Weile aushalten (zum Beispiel mit einem Buch zur Hand).

Schaukel

Die eigentliche Herausforderung fuer den Grossteil des Weges haben wir uns dann nahe der Landstrasse zugelegt: ein kurzer Abstecher abseits der Strasse fuehrte uns zu einem trockenen, mit allen nur erdenklichen Steinsorten angefuellten Flussbett. Waehrend ich an dieser Stelle vielleicht bestenfalls ein paar Photos gemacht haette, bekam Julia einen regelrechten Sammelflash – es dauerte nicht lange bis neben dem Rucksack ein Steinhaufen aufgeschichtet befand, welcher selbst unter den Voraussetzungen niemals ins unsere beiden Ruecksaecke gepasst haette. Bis sich zumindest eine Auswahl finden liess, welche einigermassen transportabel war, wurde es noetig zumindest die groessten Fundstuecke auszusortieren. Selbst unter diesen Umstaenden kam da aber immer noch einiges an Gewicht zusammen… und wir hatten gerade erste einmal ein Drittel unsere Weges ueberstanden (inklusive der Anstiege).

Flussbett

Die Wahl fuer den Weg entlang des Tscherniheimer Bach stellt sich als sehr gut heraus: dies war zwar mit einer Reihe von Steigungen verbunden, aber es gab jede Menge zu sehen unterwegs. Von der Fischeralm waren wir zwar ein wenig enttaeuscht, aber bevor wir uns auf den Abstieg zurueck ins Tal gemacht haben, konnten wir noch auf der letzten Alm des Hoehenzugs frischen, selbstgemachten Almkaese einsammeln. VomTiming her war dies recht gut, denn so hatten wir fuer den Abstieg (und da ging es wirklich recht steil zurueck ins Tal) ein sehr leckeres Abendessen (schliesslich gab es ja auch noch einen Rest von dem Brot, welches wir am Donnerstag auf dem oertlichen Markt gekauft hatten).

Eine kleine Erleichterung gab es dann noch, als wir Naggl erreichten: einer der Gaeste aus dem Hof kam mit dem Auto an uns vorbei und bot uns an, zumindest unsere Ruecksaecke mitzunehmen. Angesichts der Tatsach, dass vor allen Dingen Julias Rucksack gut vollgepackt mit Steinen war, haen wir dieses Angebot dankend angenommen… und konnten uns so deutlich erleichtert auf den Rest des Weges machen.

Insgesamt war dies wirklich eine beeindruckende Tour: gut 35 Kilometer Fussweg verteilt auf knapp zehn Stunden. Der GPS Tracker hat leider eine ganze Weile gebraucht, ehe er uns gefunden hat – demnach fehlt da leider die Strecke vom Stampferhof bis Ortsee (am Ostende des Weissensee). Genauso bricht der Track etwa eine dreiviertel Stunde vor dem Ende ab, weil einfach der Akku leer war und folgerichtig eine Aufzeichnung nicht mehr moeglich war (eine Kleinigkeit, welche ich beim Kauf eines neuen Handy, wenn dies denn einmal faellig wird, beruecksichtigen sollte).

Geotags