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Sat, 28. September 2013 – 22:02

Erinnert sich noch jemand an “ZAK”?

ZAK war ein Politmagazin des WDR (Westdeutscher Rundfunk), das von 1988 bis 1996 wöchentlich im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Der Name leitete sich von dem Redaktionskürzel „Zeitgeschehen Aktuelles“ her.

Auch wenn die erste Inkarnation schon recht gut war, so sind es vor allen Dingen die Aussendungen unter Friedrich Küppersbusch, welche einfach durch die rhetorischen Hoehenfluege glaenzen konnten.

Die Sendung war aufgrund ihres bissigen, satirischen Charakters vorwiegend in linksintellektuellen Kreisen beliebt. In konservativen Kreisen wurde die Sendung aufgrund ihrer eher einseitigen Berichterstattung eher mit Verachtung als „linkes Magazin“ abgestempelt. Zuerst wurde die Sendung von Désirée Bethge moderiert, in deren Fußstapfen anschließend Friedrich Küppersbusch stieg. Er verschaffte sich durch provokante Fragen gegenüber seinen Interviewgästen, denen er nicht selten rhetorisch überlegen war, zum Teil ehrfürchtigen Respekt und prägte damit das Image der Sendung. Selbst dem österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider zeigte sich Küppersbusch gewachsen. Bekannt wurde auch der Schlagabtausch mit dem damaligen Fraktions- und Parteivorsitzenden der SPD Hans-Jochen Vogel: Gleich zu Beginn der Sendung entwickelte sich ein heftiges Streitgespräch, das die gesamte Sendezeit und alle Beiträge überdauerte und welches – laut Friedrich Küppersbusch – auch noch bis weit in die Nacht nach der Sendung fortgeführt wurde. „Und das nächste Mal, wenn Sie mich wieder einladen, dann komme ich und dann kloppen wir uns wieder“, sollen Vogels abschließende Worte an diesem Abend gewesen sein.

Nach dem Abschied von “ZAK” gab es anschliessend aber noch die Sendung Privatfernsehen, welche im Ersten ausgestrahlt wurde. Als fuer die Sendung dann im Dezember 1997 die Klappe fallen sollte – was, wenn ich mich da recht entsinne, unter etwas merkwuerdigen Umstaenden geschah – gab es Widerstand auf die durchaus einfallsreiche Art: einfach weitermachen, bis der Sender die Klappe fallen laesst. Legendaer ist da das Gespraech zwischen Friedrich Küppersbusch und Roger Willemsen, in welchem die beidem sich zu den Merkwuerdigkeiten im oeffentlich-rechtlichen Fernsehen auslassen.