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Wed, 02. October 2013 – 12:45

Dass man bereits jetzt schon fast den kompletten Haushalt bei Ikea zusammenkaufen kann, ist ja nicht wirklich neu. Ueberrascht war ich allerdings doch ein wenig, als ich am Montag die folgende Meldung auf Heise News gelesen habe:

Das schwedische Einrichtungshaus Ikea hat damit begonnen, Solarpanel zu verkaufen. Zunächst können Privatkunden der Filiale im britischen Southampton auf das Angebot zugreifen, in den kommenden Monaten sollen weitere britische Filialen folgen, wie das Wall Street Journal berichtet.

Die Panel, die jeweils eine Leistung von 3,36 Kilowatt haben sollen, kosten 5700 britische Pfund (6780 Euro) inklusive Beratung und Installation. Die Panel werden vom chinesischen Unternehmen Hanergy produziert.

Ikea prüft derzeit auch, Solarpanel in weiteren Ländern anzubieten. Das Unternehmen wolle damit der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Produkten entsprechen. Ikea selbst gibt an, insgesamt 250.000 Solarpanel auf den eigenen Einrichtungshäusern installiert zu haben.

Dass es angesichts der Architektur – will heissen: eine grosse blaue Box – fuer Ikea Sinn macht Solarpanel auf den Daechern der Einrichtungshaeuser zu installieren, ist recht leicht nachvollziehbar:

Through one year’s efforts, thin-film photovoltaic modules have been installed and tested via trial runs at IKEA stores in five cities across China, including Beijing, Shenzhen, Dalian, Nanjing and Shenyang. The installation will soon be carried out in IKEA stores in other cities, including IKEA’s distribution centre.

In wie weit aber der Schritt Panel ins Angebot aufzunehmen dazu fuehren wird, dass es zu einer weiteren Verbreitung und flaechendeckenderen Installation kommen wird, darf man sicherlich noch abwarten. Gerade aus deutscher Perspektive ist es natuerlich interessant, dass (zumindest jetzt in England) es sich um Panel des chinesischen Unternehmens Hanergy handelt; wer ja die Diskussion rund um die Solarenergie (und die damit verbundene Wirtschaft) ein wenig mitverfolgt hat, dem duerften wohl noch die Klagen deutscher Hersteller ueber die chinesische Konkurenz im Ohr liegen.