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Mon, 14. October 2013 – 21:19

Ich wuerde mich sicherlich nicht dazu versteigen auch nur irgendeiner Weise das Wetter in Bonn an diesem Wochenende als sonderlich einladent zu bezeichnen: haette es nicht einiges an Arbeit zu erledigen gegeben – z.B. Berge von Tomaten einmache, Haeuser besichtigen und ueberhaupt Umzug vorbereiten – dann waere wohl vor allen Dingen der Samstag weitestgehend vergangen, ohne das wir auch nur einen kleinen Zeh aus dem Bett gestreckt haetten. Gut, wie ja bereits angedeutet, war dem einfach nicht der Fall: die Berge an Tomaten kochten sich nicht selber ab, um dann anschliessend in Einmachglaeser zu steigen… und die Buecher in den Regalen beim mir im Arbeitszimmer springen auch nicht von alleine von dem Brettern in die Karton hinab. Der wesentliche Vorteil aber war: weitestgehend handelte es sich um Arbeiten, welche drinnen erledigt werden mussten, so dass einem einigermassen egal sein konnte, dass es vor der Tuere doch recht frisch und ungemuetlich war. Das scheint allerdings nichts im Vergleich mit dem gewesen zu sein, was sich hier in der Umgebung von Utrecht abgespielt hat.

Als ich heute Morgen in der Naehe vom Institut aus dem Bus gestiegen bin – kleine Nebenbemerkung: die Linie 12s ist aller Wahrscheinlichkeit nicht die schnellste Verbindung vom Bahnhof zum Uithof, sondern eher die Linie 11 – konnte ich halbe Seen auf den Wiesen zwischen den Gebaeuden stehen sehen. Nicht einfach nur ein paar groessere Wasserlachen… sondern komplette Flaeche standen zentimetertief unter Wasser. Da ich das Gelaende schon bei so manchen Regenfaellen gesehen habe, weiss ich ungefaehr, wie dies aussehen kann; was ich da aber heute Morgen vorgefunden habe, war noch einmal von einer ganz anderen Groessenordnung. Wie ich dann beim Mittagessen (und spaeter am Nachmittag bei einem Meeting) erzaehlt bekam, muss es hier am Wochenende in der Tat ein wenig etwas von Weltuntergang gehabt haben – dass unter diesen Umstaenden bei weitem noch nicht alle Spuren wieder weg waren, duerfte dann wenig ueberraschen.