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Mon, 11. November 2013 – 20:00

Angekuendigt war dies ja schon eine Weile, aber in den heutigen Morgenstunden war es dann endlich so weit:

Der Satellit GOCE ist nach vierjähriger Mission in der Atmosphäre verglüht. Er ist am frühen Montagmorgen in die Atmosphäre eingetreten, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Der fünf Meter lange und 1,2 Tonnen schwere Satellit zerbrach beim Herabstürzen in mehrere Teile. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass einige kiloschwere Stücke zur Erde fielen. Schäden wurden aber zunächst nicht bekannt. Dutzende Satelliten endeten bereits ähnlich, ohne dass es Unfälle gab.

GOCE hatte ein neues Bild der Erde gezeichnet. Mit Messungen des Schwerefelds in zuvor unerreichter Genauigkeit lieferte er erstmals ein weltweites einheitliches und zentimetergenaues Höhenprofil. Unter anderem können damit unterschiedliche Höhenangaben von Bergen vereinheitlicht und Probleme bei Bauvorhaben besser gelöst werden. Die Daten dokumentieren auch den Anstieg des Meeresspiegels und Strömungsveränderungen, die für Klimamodelle wichtig sind. GOCE registrierte auch Infraschallwellen, die das schwere Erdbeben im März 2011 in Japan ausgelöst hatte.

Lokal relevant ist dies, weil SRON eine nicht unerhebliche Beteiligung an der Mission hatte, welche sich vor allen Dingen auf das scientific pre-processing und die externe Kalibration der Messinstrumente ertreckte, ohne welche keine vernuenftige wissenschaftliche Analyse der Daten moeglich waere.