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Thu, 14. November 2013 – 22:39

Wie schoen waere es doch, wenn ich zur Abwechslung einmal etwas positives ueber die Informationspolitik der Deutschen Bahn berichten koennte. So wie mir dies aber schon viel zu oft passiert ist, musste ich heute Abend auch wieder einmal feststellen, dass man als zahlender Fahrgast (man koennte auch sagen Kunde) ziemlich im Regen stehen gelassen wird, wenn es irgendwelche Aenderungen im regulaeren Fahrplan gibt. Ich mache es der Bahn ja keinesfalls zum Vorwurf, dass es schon einmal zu Stoerungen im Ablauf kommen kann – vor allen Dingen Unfaelle an den Gleisen sind nur schwerlich vorhersehbar – aber was ich nicht muede werde zu kritisieren ist, in welcher Art und Weise die Bahn ihre Fahrgaeste in solchen Situationen alleine im Regen stehen laesst (und dies kann einem auch durchaus schon einmal fast woertlich passieren). Der aus Amsterdam kommende ICE 227 (meine Standard-Verbindung zurueck nach Bonn) hat durch einen Unfalleinsatz in der Naehe von Leverkusen bei der Ankunft in Koeln gut 45 Minuten Verspaetung gehabt; eine moegliche Verbindung ist mir direkt vor der Nase weggefahren (obwohl gleich eine Gruppe von Leuten vor dem Zug stand), so dass ich mich schon wieder dem Szenario von letzter Woche ausgesetzt sah, dass ich bis 22:56 Uhr auf einen Anschluss warten muss. Ganz so lange hat es jetzt gluecklicherweise nicht gedauert, weil der RE 5 mit rund 120 Minuten (!) Verspaetung doch noch eingefahren ist. Dass es zu letzteren aber noch kommen wuerde war nicht so wirklich deutlich, denn die Anzeige am Bahnsteig wechselte gleich mehrfach, da immer wieder wieder andere Zuege eingeschoben wurden (oder eingeschoben werden sollten). In der ganzen Zeit habe ich nicht einen einzigen Mitarbeiter der Deutschen Bahn auf dem Bahnsteig gesehen, der sich um die recht genervten und verunsicherten Fahrgaeste haette kuemmern koennen. Was dies betrifft, fuehle ich mich in den Niederlanden mit deutlichem Abstand mehr ernst genommen: wenn dort etwas passiert, dauert es wenige Minuten, dann schwaermen Mitarbeiter der Nederlandse Spoorwegen aus, um den Reisenden mit Rat und Tat bei Seite zu stehen. Wenn ich mir diese Vorgehensweise vor Augen halte, dann ist das “Mangelhaft” sogar immer noch recht wohlwollend vergeben…